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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert informiert über die Ausschreibung.
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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert informiert über die Ausschreibung.

37 Pakete zur Wahl

DFL eröffnet Rechte-Poker

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erhofft sich in dem neu eröffneten Rechte-Poker um die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga Einnahmen in Höhe von mindestens 410 Millionen Euro.

Frankfurt/Main. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erhofft sich in dem neu eröffneten Rechte-Poker um die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga Einnahmen in Höhe von mindestens 410 Millionen Euro.

"Ich gehe davon aus, dass wir das bisherige Ergebnis erreichen oder sogar leicht übertreffen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bei der Vorstellung der insgesamt 37 Rechte-Pakete, um die sich 39 Medien-Unternehmen bewerben. Die 500 Millionen Euro, die die DFL durch den vom Kartellamt gekippten Vertrag mit Sirius jährlich erlöst hätte, seien laut Seifert "aufgrund der Marktlage nicht realistisch".

Allen Modellen liegt ein neuer Regelspieltag für die Bundesliga zugrunde. Er umfasst ein Freitag-Spiel um 20.30 Uhr, fünf Samstag- Spiele um 15.30 Uhr, eine Samstag-Partie um 18.30 Uhr sowie zwei Sonntag-Begegnungen um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr. Nach Länderspiel- Perioden wird das Freitag-Spiel bis zu sechs Mal in der Saison auf Samstag (15.30 Uhr) verschoben. Wegen internationaler Verpflichtungen der Clubs soll das späte Samstag-Spiel an bis zu fünf Spieltagen auf Sonntag (17.30 Uhr) verlegt werden.

"Durch diesen Spielplan ist gewährleistet, dass wir ein optimales Gebot erzielen", erklärte Seifert. "Die Liga hat einen sehr schwierigen Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit, Fan-Interessen, Zuschauer-Gewohnheiten und den Wünschen des Amateurfußballs in angemessener Weise bewältigt", meinte DFB-Präsident Theo Zwanziger in einer ersten Stellungnahme.

Die Gebote können bis zum 21. November erstmals auch für vier Spielzeiten abgegeben werden. "Natürlich sind auch drei Jahre möglich, aber aus unserer Sicht spricht die größere Planungssicherheit für vier Jahre", sagte Seifert. Bei der Vergabe werde die DFL die Interessen der Clubs, der Fans und der TV-Anstalten berücksichtigen, versicherte der DFL-Geschäftsführer. "Nicht das höchste Angebot ist automatisch das beste." Zu den Bietern zählt auch der amerikanische TV-Sportsender ESPN.

Die TV-Rechte sollen laut Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball spätestens bis zum 15. März 2009 vergeben werden. "Wahrscheinlich wird es in der Winterpause passieren, wenn es gut läuft vielleicht sogar schon in der Adventszeit", erklärte Rauball. Wie Seifert ist auch Rauball zuversichtlich, dass "wir trotz der staatlichen Restriktionen zu einem guten Ergebnis für die Clubs kommen". Bei der Vorstellung der Modelle auf der Mitgliederversammlung habe es keine Kritik gegeben.

Obwohl die Einführung eines Live-Spiels am Samstagabend in direkter Konkurrenz zur ARD-Sportschau steht, verteidigte Seifert die Neuerung. "Wir machen Pakete für die Zuschauer, nicht für die Fernsehanstalten." Vom bisherigen Partner ARD, der jährlich 97 Millionen Euro für die Erstverwertungsrechte der Freitag- und Samstag-Spiele im Free-TV zahlt, erwartet Seifert "einen objektiven Umgang und ein faires Gebot".

Immerhin könne in der Samstag-Sportschau künftig neben den fünf Bundesligaspielen auch über zwei Zweitliga-Spiele berichtet werden. Diese werden ab der kommenden Saison um 13.00 Uhr angepfiffen. Sonntags finden im Unterhaus nur noch drei Partien um 13.30 Uhr statt, die drei Freitag-Spiele beginnen wie bisher um 18.00 Uhr. Montags gibt es weiter ein Live-Spiel um 20.15 Uhr im Free-TV. Wenn am Freitag in der Bundesliga nicht gespielt wird, beginnt ein Zweitligaspiel erst um 20.30 Uhr. (dpa)

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