Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Hände zum Himmel : Eintracht-Trainer Armin Veh.
+
Die Hände zum Himmel : Eintracht-Trainer Armin Veh.

Zweite Bundesliga

Aus Erfahrung offensiv

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
    schließen

Eintracht Frankfurt geht mit Sturm und Drang ins Spiel gegen Berlin. Eigentlich sieht alles ganz gut aus für die Mannschaft von Armin Veh, wenn nicht dieser Dreimeter-Mann wäre.

Heute Abend (von 18 Uhr an) droht Eintracht Frankfurt Ungemach. Wahrscheinlich wird der Klub nach neun recht erfolgreichen Spielen zum ersten Mal in dieser Saison verlieren. Denn so ein Gegenspieler ist nicht auszuschalten, nicht von Gorden Schildenfeld, ohnehin leicht am Rücken angeschlagen, nicht von Bamba Anderson, zumindest nicht mit legalen Mitteln. Und eigentlich ist es Wettbewerbsverzerrung. „Der Stuff“, sagte der Frankfurter Trainer Armin Veh am Donnerstag, der Stuff „ist drei Meter groß.“

Da hat der gute Mann ein klein wenig übertrieben. „Der Stuff“, Vorname Christian, ist Innenverteidiger bei Union Berlin und lächerliche 1,99 Meter groß. Wäre ja gelacht, wenn den die Eintracht nicht unter Kontrolle bekäme. Natürlich sei das heute „ein schweres Spiel“, beeilte sich Veh noch hinzufügen, Union habe „eine ordentliche Mannschaft. Die können richtig gut Fußball spielen“, sagt der Coach voll des Lobes.

Das kann sein Team auch. Das zeigte es recht eindrucksvoll erst am Montag beim ziemlich souveränen 4:1-Erfolg bei Dynamo Dresden. Und natürlich hat Armin Veh keinerlei Veranlassung, sein Team groß zu ändern ? es sei denn, die Blessuren von Sebastian Rode (Verstauchung linkes Sprunggelenk) und Gordon Schildenfeld (Rückenprobleme) lassen einen Einsatz nicht zu. Das Abschlusstraining soll letzte Gewissheit bringen, aber Veh ist zuversichtlich, dass die leicht Lädierten spielen können.

So wird Eintracht Frankfurt also wieder im 4-4-2-System mit Doppelspitze gegen Berlin (Platz acht, 14 Punkte) antreten. Und diese Formation ist im Kern nur die logische Konsequenz der Frankfurter Erfahrungen aus den ersten neun Spielen: Gegen Mannschaften ab Platz sechs setzen die Hessen voll auf Offensive, vertrauen ihrer Angriffsstärke. In Mohamadou Idrissou, Theofanis Gekas, Alexander Meier, aber auch Benjamin Köhler und Rode verfügen die Frankfurter über so viel Sturm und Drang, dass weniger gute Teams dieser geballten Offensivmacht kaum etwas entgegenzusetzen haben. Das Risiko eines möglichen Gegentores gehen die Frankfurter ein ? im Wissen, dass sie jederzeit zulegen können. Gegen Fürth, St. Pauli, Düsseldorf oder Braunschweig, Klubs auf Augenhöhe, könnte das wieder anders aussehen, eine Rückkehr zum etwas defensiveren 4-2-3-1-System ist dann wahrscheinlich.

Unterdessen liegt der Eintracht die Bitte des DFB um eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen im Frankfurter Block beim Spiel in Dresden vor. Klubchef Heribert Bruchhagen verurteilte die Plakataktion aufs Schärfste („das ist bodenlos“), er wollte bei den Hooligans eine seltsame „Lust daran“ erkannt haben, „dem etablierten Fußball zu schaden“. Die Eintracht werde den Fall untersuchen, er sehe kaum eine andere Möglichkeit, als den „selbstreinigenden Kräften“ zu vertrauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare