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Zweikampf zwischen der Neuseeländerin Ria Percival (l.) und der Engländerin Rachel Yankey.

Gegen Neuseeland

England dreht das Spiel

Die englische Frauen-Fußballnationalmannschaft ist mit einem 2:1-Sieg gegen Neuseeland auf Viertelfinal-Kurs. Die Neuseeländerinnen hielten lange gut mit, bestraften sich am Ende aber selbst.

Die englische Frauen-Fußballnationalmannschaft ist mit einem 2:1-Sieg gegen Neuseeland auf Viertelfinal-Kurs. Die Neuseeländerinnen hielten lange gut mit, bestraften sich am Ende aber selbst.

Außenseiter Neuseeland war lange Zeit mit tollem Kampf auf dem Weg zum ersten WM-Punkt der Geschichte - am Ende aber setzten sich Englands Fußballfrauen noch mit 2:1 (0:1) durch. Sarah Gregorius hatte die „Kiwis“ am Freitagabend in Dresden in Führung gebracht (18. Minute), Jill Scott per Kopf (63.) und die eingewechselte Jessica Clarke (81.) drehten in Halbzeit zwei das Spiel.
Im anderen Spiel der Gruppe B hatte Japan am Nachmittag klar mit 4:0 gegen Mexiko gewonnen und sich vorzeitig fürs Viertelfinale qualifiziert. England wäre nach derzeitigem Stand Gegner der DFB-Elf in der nächsten Runde.

1,57 Meter springen am höchsten

Der Vize-Europameister übernahm im Dresdener Stadion früh die Initiative und setzte die Neuseeländerinnen unter Druck, ohne sich jedoch größere Torchancen herauszuarbeiten. Völlig überraschend fiel das 1:0 für Neuseeland in der 18. Minute: Nach einem schweren Fehler von Faye White, die sich gegen Amber Hearn verschätzte, konnte Sarah Gregorius den Ball im Fünfmeterraum über die Linie drücken. Die 1,57 Meter kleine Angreiferin sprang beim anschließenden Torjubel am höchsten.


An der Dominanz der Engländerinnen änderte der Treffer nichts. Sie bestimmten das Spiel, kamen aber nur bis zum Strafraum: Heraus kamen lediglich Weitschüsse, von Fara Williams, Rachel Yankey und kurz vor der Pause Kelly Smith - die allesamt harmlos waren. Neuseeland blieb dagegen unter den Augen des Ex-Bundesliga-Profis Wynton Rufer mit schnellen Gegenstößen sehr gefährlich: So konnte Anna Green gegen Torschützin Gregorius gerade noch klären (38.).

Neuseelands Coach, der Engländer John Herdman, der nach einer halben Stunde vom Beobachtungsposten oben auf der Tribüne an die Seitenlinie gewechselt war, trieb sein Team ebenso wie die Mehrheit der 19.110 Zuschauer immer wieder an.

Erste durchdachte Aktion bringt den Ausgleich

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Engländerinnen erneut viel Glück, als Neuseeland einen schnellen Konter über Gregorius und Amber Hearn abschloss - deren Kopfball ging knapp über die Latte. Die erste wirklich durchdachte Aktion des englischen Teams brachte nach einer guten Stunde dann den Ausgleich: Alex Scott flankte genau auf Jill Scott, die den Ball sehenswert in den Torwinkel köpfte.

Der Außenseiter aus Ozeanien bewies auch weiterhin große Kampfkraft und blieb ein gleichwertiger Gegner. Neun Minuten vor dem Ende verloren dann aber Torfrau Jenny Bindon und Verteidigerin Abby Erceg die Orientierung - und die eingewechselte Jessica Clarke beendete nach einem Pass von Jill Scott den neuseeländischen Traum vom ersten WM-Punkt. (dapd)

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