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EM-Trainer sitzen auf Schleudersitz

Stuttgart (dpa) - Nicht nur Joachim Löw, sondern sieben weitere Trainer gehen mit einem Vertrag bis 2010 ausgestattet in die Fußball- Europameisterschaft.

Stuttgart (dpa) - Nicht nur Joachim Löw, sondern sieben weitere Trainer gehen mit einem Vertrag bis 2010 ausgestattet in die Fußball- Europameisterschaft.

Doch das Branchengesetz "Siegen oder Fliegen!" gilt auch während des Turniers in der Schweiz und Österreich - die unterschriebenen Kontrakte dienen im Fall eines tiefen Falles nur noch zur Aushandlung der Abfindung. "Ganz Kroatien verlangt das Überstehen der Gruppenphase. Sollten wir das nicht packen, weiß ich, was ich zu tun habe - abtreten", sagte beispielsweise Kroatiens Slaven Bilic.

Ihren Hut nach der EM nehmen werden auf jeden Fall Bondscoach Marco van Basten, Jakob "Köbi" Kühn, der in der Schweiz den Weg frei macht für Otmar Hitzfeld, Tschechiens Karel Brückner und der Spanier Luis Aragones, mit fast 70 Jahren der Älteste der 16 EM-Trainer. Er kenne sein "Verfallsdatum", wie er es nennt: "Es ist das Ende des Turniers."

DFB-Chefcoach Löw ist bis zur WM 2010 vertraglich an den DFB gebunden. Daran - so die Offiziellen - werde sich auch nichts ändern, wenn der Mitfavorit baden geht. Aber die Erfahrung zeigt: Einen Vorrunden-K.o. wiegt schwer. Nach dem Debakel 2004 in Portugal war Rudi Völler freiwillig zurückgetreten - sein Kontrakt damals lief noch bis zur WM 2006.

Abwehrchef Christoph Metzelder hat sich im Trainingslager auf Mallorca klar dafür ausgesprochen, Löws Arbeit nicht nur am Abschneiden bei der EM zu bewerten: "Als Maßstab für die Arbeit muss man die zwei Jahre zwischen den Turnieren nehmen. Innerhalb eines Turniers kann man auch trotz großer Qualität früh ausscheiden. Dieses Risiko ist immer dabei."

Neben Löw und Bilic haben noch Frankreichs Raymond Domenech, der zwei Tage nach dem WM-Endspiel von Berlin 2006 bei den Franzosen verlängert hatte, Russlands Guus Hiddink, Rumäniens Victor Piturca, Italiens Roberto Donadoni und Schwedens Lars Lagerbäck sowie Otto Rehhagel beim Titelverteidiger Griechenland Verträge für weitere zwei Jahre. Sie alle gelten auch als Hoffnungsträger für die WM 2010. Doch auch Donadoni macht sich keine Illusionen: "Wenn das Turnier für uns schief laufen sollte, werde ich von alleine zurücktreten."

Der Österreichische Fußball-Verband (ÖFB) würde gerne mit Josef Hickersberger in die Qualifikation für Südafrika gehen. Der frühere Bundesliga-Spieler steht zwar bei den EM-Gastgebern - ebenso wie Leo Beenhakker bei den Polen - bis 2009 in Lohn und Brot, will aber die EM abwarten. "Wenn man mit Pech ausscheidet, kann das eventuell akzeptabel sein. Aber werden die Erwartungen nicht erfüllt, wird der Verband mir diese Gedanken abnehmen und mich entlassen", hatte er vor ein paar Monaten betont.

Bereits auf dem Absprung ist Fatih Terim: Der "Imperator", wie man den türkischen Coach wegen seines autoritären Führungsstils nennt, wird nach der EM wohl wieder eine Vereinsmannschaft übernehmen. Auch der Kontrakt von Luiz Felipe Scolari in Portugal läuft aus. "Alles kann passieren. Eine Entscheidung fällt nach der EM", sagte der Brasilianer.

Im Gegensatz zu seinen anderen EM-Kollegen nimmt Lagerbäck nicht auf einem Schleudersitz Platz: Der zurückhaltende und nicht unbedingt populäre 59-Jährige hat Schweden seit 2000 zu allen großen Turnieren geführt und hat deshalb einen großen Bonus in seiner Heimat.

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