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Einzelstart-Wettkämpfe im Skilanglauf kommen aus der Mode

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Bis 2003 wurde ausschließlich mit Einzelstart gelaufen. Erst bei den Weltmeisterschaften in Val di Fiemme gab es Massenstart-Wettkämpfe.
Bis 2003 wurde ausschließlich mit Einzelstart gelaufen. Erst bei den Weltmeisterschaften in Val di Fiemme gab es Massenstart-Wettkämpfe. © Karl-Josef Hildenbrand

Im Skilanglauf hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Veränderungen der Wettkampfformate gegeben. Einzelstart-Wettkämpfe kommen dabei immer mehr aus der Mode.

Einzelstart-Wettbewerbe im Skilanglauf sind bei Weltmeisterschaften eine Seltenheit geworden. Im Programm findet sich auch in Lahti bei den 51. Welttitelkämpfen nur jeweils ein Wettkampf für Damen und Herren.

Seit wann sind die Langläufer bei nordischen Ski-Weltmeisterschaften dabei?

1924 gab es die ersten Weltmeisterschaften, gleichbedeutend mit den Olympischen Spielen. Zu dieser Zeit liefen nur die Herren. Es gab Wettbewerbe über 18 und 50 Kilometer. Die Damen stiegen 1952 mit einem 10-Kilometer-Rennen in die WM ein.

Gab es schon immer Einzel- und Massenstart-Wettkämpfe?

Nein. Bis 2003 wurde ausschließlich mit Einzelstart gelaufen. Erst bei den Weltmeisterschaften in Val di Fiemme gab es Massenstart-Wettkämpfe.

Warum wird heute fast ausschließlich bei Weltmeisterschaften mit Massenstart gelaufen?

Das ist eine Frage der Wettkampf-Länge. Einzelstart-Wettbewerbe dauern sehr lange, besonders jene über 30 beziehungsweise 50 Kilometer. Das kann das Fernsehen dem Zuschauer, der in kurzer Zeit Sieger sehen will, nicht mehr anbieten. Auch die Veränderung der Wettbewerbsformate wie beispielsweise die Einführung des Skiathlons oder der verschiedenen Sprint-Wettbewerbe (Einzel und Team) machte das notwendig.

Wie nehmen die traditionellen Langlauf-Nationen diese Veränderungen auf?

Besonders in der Langlauf-Nation Nummer 1, Norwegen, ist man über diese Entwicklung nicht erfreut. Zumal dabei auch oft die Spannung auf der Strecke bleibt. Bei Massenstartrennen wird oft gebummelt, erst auf den letzten zwei Kilometern zieht das Tempo an. Das gefällt vielen Traditionalisten nicht. Ein Zurück wird es aber nicht geben.

(Von Gerald Fritsche und Eric Dobias, dpa)

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