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Seriensieger: Die Nationalmannschaft feiert jeden  Titel auf dem Römer. Zuletzt gab es 2009 eine Sause, als das Team Europameister wurde.
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Seriensieger: Die Nationalmannschaft feiert jeden Titel auf dem Römer. Zuletzt gab es 2009 eine Sause, als das Team Europameister wurde.

Countdown zur Frauen-WM 2011

Wie einst im Sommer

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Die Stadt will den Vergleich zu 2006 nicht, treibt ihn aber voran. „Frankfurt ist das Herz des Frauenfußballs“, sagt Oberbürgermeisterin Petra Roth. Bei der WM muss es die Stadt beweisen.

Die Stadt will den Vergleich zu 2006 nicht, treibt ihn aber voran. „Frankfurt ist das Herz des Frauenfußballs“, sagt Oberbürgermeisterin Petra Roth. Bei der WM muss es die Stadt beweisen.

Er kann noch so viel warnen, noch so viel abwiegeln, noch so viel kleinreden. Am Ende sieht sich Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress GmbH, immer wieder mit der einen Frage konfrontiert: Wird es in Frankfurt bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 ein zweites Sommermärchen geben?

„Der Vergleich ist nicht fair.“ Seit dem 30. Oktober 2007, dem Tag, an dem Deutschland den Zuschlag für das Turnier bekam, sagt Feda diesen Satz wieder und wieder. Beim „Sommermärchen 2006“, wie die tatsächlich schon fünf Jahre zurückliegende Weltmeisterschaft der Männer gerne genannt wird, seien alleine nach Frankfurt deutlich mehr als 100.000 Touristen gekommen, darunter rund 60.000 Herrschaften aus England. Fan-Massen, die singend durch die Innenstadt ziehen, dürften bei der Frauen-WM vom 26. Juni bis zum 17. Juli eher die Ausnahme sein.

Dabei ist es die Stadt selbst, die immer wieder den Vergleich der Geschlechter vorantreibt. Das fängt bei Kleinigkeiten an. So behauptete Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Dienstag keck: „Die Statistik verrät, dass Frauen offenbar besser Fußball spielen als Männer.“ Frank hatte sich angesehen, wo die 16 teilnehmenden Mannschaften in der Weltrangliste der Fifa stehen. In 14 Fällen sind sie besser platziert als das jeweilige Männer-Team.

Vor allem aber ist es das Rahmenprogramm, das doch stark an die WM 2006 erinnert. Wieder gibt es vor dem eigentlichen Startschuss des Turniers eine große Show in der Innenstadt.

Vor fünf Jahren dienten die Hochhäuser als riesige Leinwände für Fußballmotive. Hunderttausende schauten sich die Show eine Woche vor dem Eröffnungsspiel an. Diesmal lädt die Stadt unter dem Motto „Ballzauber“ an den Main. Wieder dürfte es am Ufer voll werden.

Viel verspricht sich die Stadt zudem von den Frankfurter Fußballgärten, der Fanmeile am südlichen Mainufer (zwischen Untermainbrücke und Holbeinsteg). Und auch hier sind die Parallelen zu 2006 nicht zu übersehen. Wieder werden alle Spiele auf Großbildleinwänden übertragen, wieder stehen die Bildschirme im Wasser. Wie 2006 bei der hochgelobten Main-Arena.

Doch an dieser Stelle protestiert Feda wieder. Denn die Fußballgärten seien eben nicht die Main-Arena. 2006 habe der Fokus ganz klar auf der Übertragung der Spiele gelegen.

In diesem Sommer aber ist ein großes Kulturprogramm geplant. Unter anderem werden die Rocksängerin Christina Stürmer und die Gruppe „The Baseballs“ auf einer Bühne im Main auftreten. Zudem plant der Tigerpalast einen Abend am Fluss.

Attraktiver Spielplan

„Frankfurt ist das Herz des Frauenfußballs“, hat Petra Roth oft gesagt. So oft, dass die Stadt den Satz der Oberbürgermeisterin gleich zum Motto der Fußballgärten gemacht hat. Allzu große Bescheidenheit drückt dieser Slogan nicht aus. Aber die Stadt hat auch allen Grund dazu, offensiv aufzutreten. Schon die Geschichte des Frauenfußballs ist von Frankfurt geprägt. In schöner Regelmäßigkeit gingen die nationalen Titel an den FFC Frankfurt, in der Nationalmannschaft stellen die Frankfurter Spielerinnen seit jeher einen Großteil des Aufgebots.

Und auch beim Spielplan hat es Frankfurt gut getroffen. Nicht nur, dass am 17. Juli das Finale im Waldstadion (das für die Zeit des Turniers wieder Fifa WM-Stadion heißt) ausgetragen wird. Auch ein Halbfinale (13. Juli) steht in Frankfurt auf dem Programm, hinzu kommen zwei attraktive Vorrundenpartien: Deutschland gegen Nigeria (30. Juni) und Äquatorial-Guinea gegen Brasilien (6. Juli).

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