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Weiter im Mittelpunkt: Britta Steffen
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Weiter im Mittelpunkt: Britta Steffen

Abreise von Britta Steffen

Bis auf einen wissen alle Bescheid

Absage und Abreise von Schwimmstar Britta Steffen offenbaren: Das Team des DSV ist uneins. Die Misstöne kommen zu unpassenden Zeit: Denn die Bilanz des DSV bei der Schwimm-WM ist bislang mager.

Von Petra Szag

In ihren schwarzen T-Shirts mit dem goldenen Schriftzug Germany auf dem Rücken sehen sie schön einheitlich aus, die Schwimmer, Betreuer und Trainer des DSV-Teams. Als geschlossene Front sitzen sie jeden Tag in der Schwimmhalle und feuern ihre Teamkollegen an, die sich im Wasser abmühen. Mit ihrem Einheitslook machen sie optisch einiges her. Doch das Bild täuscht. Spätestens seit Britta Steffens Abreise wird offensichtlich: Das Team ist uneins, und auch mit der Kommunikation hapert es.

Nach ihrer Vorstellung im Vorlauf über 100 Meter Freistil und der Absage aller weiteren Starts einschließlich der Lagenstaffel hat die Medaillenhoffnung des DSV-Teams ihren Schwimmanzug eingepackt. „Ja, es stimmt, sie ist abgereist“, bestätigte Sportdirektor Lutz Buschkow.

Zuvor hatte Bundestrainer Dirk Lange noch gesagt, er gehe davon aus, dass Steffen von der Tribüne aus ihre Staffelkolleginnen am Sonntag unterstützen wird. Offenbar war der Coach als einziger nicht eingeweiht. Schwimmer Steffen Deibler sagte: „Seit gestern Abend wissen alle Bescheid.“ Er meinte damit den Donnerstagabend. Langes Versuch einer Erklärung: Der Fall Steffen habe für ihn keine Priorität. „Ich konzentriere mich nicht auf die, die draußen sind, sondern auf die im Wasser.“

Biedermann fordert Respekt

Für Paul Biedermann hat er allerhöchste Priorität. Nach einem Tag Schweigen brach es aus ihm heraus. „Man sollte respektvoller mit ihr umgehen, sie hat soviel für den Verband getan“, sagte er aufgebracht. „Britta wird sicher noch zeigen, was sie kann.“ Die Meinungen der Teamkollegen gehen auseinander. Nachdem Daniela Schreiber Britta Steffen wegen ihres Staffelverzichts als „egoistisch“ bezeichnet hatte, sagte Mannschaftssprecherin Dorothea Brandt am Freitag im Fernsehen: „Ich bin der Meinung, dass sie das darf.“ Jenny Mensing findet, dass Steffens Ausfall die Lagenstaffel schwächen wird.

Dabei kann sich das DSV-Team keine Schwäche mehr erlauben. Im Sog von Biedermann soll an den letzten beiden Tagen das Maximum herausgeholt werden, um die bislang magere Bilanz von vier Bronzemedaillen aufzubessern. Wie man über sich hinauswachsen kann, zeigte die 4x200-Meter-Freistilstaffel. Tim Wallburger, Christoph Fildebrandt und Benjamin Starke schrammten ? angeführt von ihrem Frontschwimmer Biedermann ? als Vierte nur knapp an einer Medaille vorbei.

Biedermann und sein Kampfgeist beeindrucken ? offensichtlich auch die anderen in der Mannschaft. Marco di Carli beispielsweise will sich künftig wie der Hallenser auf die ganz großen Wettkämpfe vorbereiten. „Paul hat alles richtig gemacht. Bei der deutschen Meisterschaft hat er Schelte kassiert, und bei der WM ist er der König.“ Was di Carli sagen will: Der Hallenser hat seinen Trainingsplan von Anfang an auf die WM ausgerichtet.

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