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Der Hamburger Guy Demel (links) kämpft mit dem Gladbacher Rob Friend um den Ball.
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Der Hamburger Guy Demel (links) kämpft mit dem Gladbacher Rob Friend um den Ball.

HSV - Mönchengladbach 1:0

Eine Prise Pfeffer

Allein Torschütze Mladen Petric sorgt für Würze im sonst hausbackenen Spiel des Tabellenführers aus Hamburg.

Nach trostlosen 90 Minuten betraten Martin Jol und Jos Luhukay in herzlicher Umarmung den Kabinentrakt, doch sportlich trennen die beiden niederländischen Trainer derzeit Welten. Denn während Jol mit dem Hamburger SV erneut die Tabellenspitze übernommen hat, scheint sein Kollege bei Borussia Mönchengladbach den Aufstiegsbonus schon verbraucht zu haben. "Im Moment stimmen die Ergebnisse nicht und ich denke, da machen sich viele über den Trainer Gedanken", sagte Luhukay nach der 0:1 (0:1)-Niederlage.

Weitaus behaglicher ist die Situation seines Landsmanns Jol, dessen Umbauarbeiten mehr und mehr Früchte tragen. "Hätte mir jemand gesagt, dass wir mit 13 Punkten Bundesliga-Anführer sind, hätte ich das nicht geglaubt", gab der HSV-Coach zu. Dass der Blick auf die Tabelle aber nicht mehr als eine "Momentaufnahme" ist, wie Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer anmerkte, ist allen klar. Zumal die Hanseaten beim "schmutzigen Sieg" (Jol) gegen die Borussia an die von den Fans ungeliebten "Die Null muss stehen"-Zeiten unter Jols Vorgänger Huub Stevens anknüpften und sich kaum Chancen erspielten.

"Wir brauchen mehr Flair und mehr Dribblings", forderte Jol, der noch immer den "Extras" von Rafael van der Vaart hinterhertrauert.

Immerhin verlieh Mladen Petric, der in der 11. Minute per Kopf das Tor erzielte, dem HSV-Spiel erneut Würze. Der Neuzugang, schon beim 2:0-Pokalsieg gegen Bochum doppelt erfolgreich, brauche manchmal "Pfeffer im Hintern", sagte Jol. "Dann ist er einer, der den Unterschied ausmacht."

Von derartigen Luxus-Problemen können die Borussen nur träumen. Schon das Derby gegen den 1. FC Köln könnte am Samstag zum persönlichen Schicksalsspiel für Luhukay werden. "Man kann nicht immer auf Wolke sieben schweben. Uns war von Anfang an klar, dass wir in dieser Saison gegen den Abstieg spielen", sagte Sportdirektor Christian Ziege. Genervt von den Diskussionen um den Coach versicherte der Ex-Nationalspieler, im Falle einer Niederlage gegen Köln nicht selbst den Trainerjob anzustreben.

Mit der auf Spiel-Zerstörung ausgerichteten Aufstellung dürfte die Zahl von Luhukays Befürwortern um "fünf vor zwölf" (Ziege) aber nicht gestiegen sein. Die beiden erst spät eingewechselten Nationalspieler Oliver Neuville und Marko Marin, prominenteste Opfer der Mauertaktik, machten ihrem Unmut unterschiedlich Luft. Während Kapitän Neuville kein Wort sagte, äußerte Marin, der am Schluss einzig Torgefahr ausstrahlte, seine Verwunderung darüber, "dass ich nicht gespielt habe". dpa

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