1. Startseite
  2. Sport
  3. Sport A-Z

"Ein harter Schlag"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Enttäuscht: Joris Mathijsen (vorne) und die HSV-Spieler hadern mit dem Aus in der Europa League.
Enttäuscht: Joris Mathijsen (vorne) und die HSV-Spieler hadern mit dem Aus in der Europa League. © dpa

Minutenlang verharren Petric und Co. auf dem Platz, der Blick leer, die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Trainer Moniz sagt: "Das muss ich erstmal verarbeiten". Die Fans rufen: "Hoffmann raus".

Von Britta Körber, dpa

Der Hamburger SV hat drei Tage nach der Trainerentlassung von Bruno Labbadia auch noch das Finale der Europa League im eigenen "Wohnzimmer" verpasst. Trotz einer 1:0-Führung gingen alle Endspiel-Träume der Hanseaten am Donnerstagabend beim FC Fulham in der Themse unter.

Die Mannschaft von Interimstrainer Ricardo Moniz verlor das Halbfinal-Rückspiel durch einen späten Doppelschlag von Simon Davies (69. Minute) und Zoltan Gera (76.) in einer packenden Partie mit 1:2 (1:0).

"Das ist ein harter Schlag, das muss ich auch erstmal verarbeiten", sagte Moniz. "Wir sind alle so enttäuscht, es war eine Riesenchance, das Finale im eigenen Stadion zu spielen", meinte der völlig deprimierte Hamburger 1:0-Torschütze Mladen Petric und haderte: "Wie so oft in der Saison, haben wir unverständlicherweise aufgehört nach vorne zu spielen."

Minutenlang verharrten Petric und seine Teamkollegen auf dem Platz, der Blick leer, die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Die Fans riefen: "Hoffmann raus". "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat eine gute Leistung gebracht, bis zur 70. Minute", sagte HSV-Clubchef Bernd Hoffmann und räumte schließlich ein: "1:2, das ist schon bitter."

Vierter Champions-League-Platz in Gefahr

Zumal in der kommenden Saison der HSV voraussichtlich nicht international mitspielen wird. Den der Treffer durch "Mr. Europacup" Petric vor 22.500 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Schmuckkästen Craven Cottage mit einem brillanten Freistoßtor aus rund 30 Metern (22.) reichte nicht.

Der HSV vergab in den letzten zwanzig Minuten den Einzug ins Finale am 12. Mai und das erste Endspiel seit dem Landesmeister-Triumph 1983. Während Rekordmeister FC Bayern München im Endspiel der Champions League am 22. Mai in Madrid gegen Inter Mailand die "Krone" holen kann, verpasste es der HSV durch das Ausscheiden auch noch, der Bundesliga einen vierten Champions-League-Platz ab der Saison 2011/2012 bereits vorzeitig zu bescheren. Schon vor einem Jahr waren Hamburger in der Vorschlussrunde gegen Werder Bremen gescheitert.

Rund 72 Stunden Zeit hatte Moniz, die Leidenschaft der zuletzt seelenlosen Mannschaft neu zu entfachen. Es reichte dem Niederländer am Ende nicht, um das 0:0 aus dem Hinspiel wettzumachen.

Auch interessant

Kommentare