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Stefan Kuschke (2. v.li.) hatte in der regulären Spielzeit doppelt für den Zweitliga-Aufsteiger Dresden getroffen.

Bundesligist fliegt aus DFB-Pokal

Dresden wirft Erzrivalen aus dem DFB-Pokal

Dieser Erfolg wird den Anhängern von Dynamo Dresden besonders schmecken: In der 1. Runde des DFB-Pokals besiegte der achtmalige DDR-Meister den Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig auf dramatische Art und Weise

RB Leipzig hat beim Pflichtspieldebüt des neuen Trainers Ralph Hasenhüttel ein weiteres Pokaldebakel erlebt. Im hochbrisanten Sachsenderby unterlag der Bundesliga-Aufsteiger gegen Erzrivale Dynamo Dresden nach einer 2:0-Führung nach 45 Minuten noch mit 4:5 im Elfmeterschießen. 2:2 (2:2, 2:0) hatte es nach Verlängerung gestanden. Erst im Vorjahr war der finanzkräftige Emporkömmling in der zweiten Runde mit 0:3 am Viertligisten SpVgg Unterhaching gescheitert.

Dresden hingegen schaffte einen Coup wie vor zwei Jahren: Im August 2014 setzte sich der achtmalige DDR-Meister in der ersten Runde mit 2:1 gegen Schalke 04 durch, Schluss war dann im Achtelfinale gegen Borussia Dortmund (0:2).

Großaufgebot der Polizei vor Ort

Die Treffer für RB erzielten Marcel Sabitzer (15.) und Kapitän Dominik Kaiser (45.+1) per Handelfmeter, der ehemalige Leipziger Stefan Kutschke (47./78.) erzielte für Dresden ein Doppelpack. Im Elfmeterschießen behielten die Gastgeber die Nerven.

Wegen des hohen Konfliktpotenzials fand die Begegnung abgesichert von einem Großaufgebot der Polizei und Bundespolizei unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Im Vorfeld hatte es keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben. "Die Anreise verlief friedlich", twitterte die Polizei Sachsen kurz vor dem Anpfiff am Samstagnachmittag.

In der vergangenen Tagen hatte es Befürchtungen gegeben, dass es zu Zusammenstößen und Ausschreitungen kommen könnte. Die Polizei sicherte die Begegnung in der sächsischen Landeshauptstadt mit einem Großaufgebot ab. Aus Sicherheitsgründen waren Spieler und Betreuer von RB Leipzig über einen Nebeneingang ins Stadion gekommen. Mehrere Ordner schirmten das Team dabei ab.

RB ist in Dresden verhasst wie kein anderer Klub: In Dynamos Fancharta ist unter Paragraf 2.1.13 sogar schriftlich festgehalten, dass keine Freundschaftsspiele gegen RB ausgetragen werden sollen. Der Klub verwendet zudem das offizielle Logo des Gegners nicht. Und natürlich sind alle Produkte des Leipziger Hauptsponsors verpönt. (sid/zys)

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