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Marius Kusch während der 4x50m-Freistilstaffel.

Schwimm-Kurzbahn-WM

Drei Weltrekorde bei WM - Köhlers Lehre: „Viel zu tun“

Deutsche Überraschungserfolge gibt es bei der Kurzbahn-WM am Tag der Weltrekorde nicht. Enttäuscht steigt Schwimmerin Sarah Köhler aus dem Becken in China. Hoffnung macht ein Schmetterling-Mann, ein Rückenschwimmer „kuschelt“ im Wasser.

Die deutschen Schwimmer haben zum Start der zweiten WM-Hälfte in China nicht positiv überraschen können. Am Tag der Weltrekorde durch zwei Staffeln und die 18-jährige Australierin Ariarne Titmus waren zwei siebte Plätze die besten deutschen Kurzbahn-Resultate in Hangzhou.

Sarah Köhler stieg am Freitag nach diesem Rang über 400 Meter Freistil enttäuscht aus dem Becken. Für die Männer-Staffel über 4 x 50 Meter Freistil war das gleiche Resultat dagegen „cool“. Hoffnung auf Edelmetall am Samstag weckte Marius Kusch als Halbfinaldritter über 50 Meter Schmetterling.

Ohne Leistungsträger wie Philip Heintz oder Franziska Hentke hatte Chefcoach Henning Lambertz als „Zugpferde“ Marco Koch und Köhler ausgemacht. Der Brustschwimmer sicherte sich Bronze in Hangzhou. Nach Rang fünf über 800 Meter Freistil hatte sich Köhler über 400 Meter „definitiv“ mehr als Rang sieben erhofft. „Das ist jetzt sehr enttäuschend“, sagte die Kurzbahn-Europameisterin über 800 Meter.

Mit 4:03,28 Minuten blieb Köhler klar über ihrer Bestzeit. Youngster Titmus schlug in 3:53,92 Minuten an, fünf Hundertstelsekunden war sie schneller als die bisherige Bestmarke. In diesem Jahr war Köhler für das Training nach Magdeburg gewechselt und nimmt von der WM vor allem eine Lehre mit. „Dass noch sehr viel zu tun ist. Aber bis zum Sommer sollte ich das hinkriegen“, sagte die 24-Jährige.

Achte Plätze verbuchten Aliena Schmidtke über 50 Meter Schmetterling und Christian Diener (Potsdam) über 50 Meter Rücken. „Wenn man nicht geradeaus schwimmen kann, so wie ich“, kritisierte Diener ein missglücktes Rennen. Simone Sabbioni auf der Nebenbahn habe er unter Wasser berührt und mit diesem sozusagen „gekuschelt“, scherzte er.

Außer Titmus schwammen auch zwei Staffeln zu Weltrekorden, insgesamt gab es schon neun in China. In 6:46,81 Minuten blieb Brasiliens Männer-Quartett über 4 x 200 Meter Freistil über zwei Sekunden unter der acht Jahre alten Bestmarke Russlands. Die amerikanische Freistil-Staffel der Männer über 4 x 50 Meter schwamm in 1:21,80 Minuten um 0,80 Sekunden schneller als Russlands Staffel vor vier Jahren. Kusch, Damian Wierling, Ramon Klenz und Diener wurden dabei Siebte. Wierling stufte das Abschneiden als „cool“ ein. Klenz fand es „Hammer, das Finale zu schwimmen.“

Aus der Ferne verfolgt Lagenschwimmer Heintz die Titelkämpfe auf der 25-Meter-Bahn. Dem Olympia-Sechsten geht es nach Beschwerden wieder besser. „Die Schulter ist nahezu wieder bei 100 Prozent“, sagte der 27-Jährige. Seit kurzem trainiert er wieder aktiv im Wasser, im Januar soll die Intensität auf normales Niveau gesteigert werden.

(Von Christian Kunz und Thomas Eßer, dpa)

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