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Doping überschattet WM

In Varese wird um Titel gefahren, während eine Razzia den Radsport erschüttert

Eine nächtliche Groß-Razzia im Teamhotel, Luxemburgs Radstar Frank Schleck als mutmaßlicher Fuentes-Kunde und eine drohende Welle neuer Epo-Fälle: Der krisengeplagte Radsport hat sich in Sachen Doping auch bei der Straßenrad-WM im italienischen Varese, wo zum Abschluss am Sonntag Alessandro Ballan aus dem Gastgeberland mit drei Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Damiano Cunego ins Ziel kam, keine Pause gegönnt.

Vier Tage stand in Varese der Sport im Mittelpunkt, dann beendeten 20 Carabinieri die fast schon trügerische Ruhe mit der groß angelegten Durchsuchung des Luxemburger Teamhotels in Gaggiolo. Die Ermittler stellten die Zimmer von Schleck und Co. auf den Kopf und verließen die Anlage nach mehr als acht Stunden mit mehreren Säcken voller Material. Die Polizisten waren offenbar auf der Suche nach einem in Italien verbotenen Sauerstoffzelt zur Simulation eines Höhentrainingslagers. Es werde momentan gegen keine Person ermittelt, genaue Auskunft will die Polizei Anfang nächster Woche geben.

Der Tour-Sechste soll zudem Kunde von Dopingarzt Eufemiano Fuentes gewesen sein, berichtet die Süddeutsche. Schleck soll im März 2006 insgesamt 6991 Euro auf Fuentes' Konto unter dem Decknamen "Codes Holding" bei der Genfer Filiale der HSBC-Bank überwiesen haben.

Neue Epo-Tests an alten Proben

Beliebter als das Sauerstoffzelt ist bei einigen Profis das Blutdopingmittel Epo, und genau das will die französische Anti-Dopingagentur AFLD genauer unter die Lupe nehmen. Blutproben von 14 verdächtigten Fahrern der diesjährigen Tour sollen ab Montag nachträglich auf das Epo-Mittel Cera untersucht werden. Ein neues Testverfahren wurde entwickelt, das Epo im Blut deutlicher nachweisen kann als im Urin. So könnte noch eine Welle an weiteren positiven Fällen folgen, nachdem der Italiener Riccardo Ricco sowie die beiden Spanier Manuel Beltran und Moises Duenas im Sommer erwischt worden waren.

Überdies wurde in Varese bekannt, dass die vom Radsport-Weltverband verlangte Ehrenerklärung offenbar ein Muster ohne Wert ist. Keiner der seit 2007 überführten Dopingsünder hat bislang das Strafgeld in Höhe eines Jahresgehalts an die UCI gezahlt.

Als Judith Arndt zu ihrer zweiten Bronzemedaille stürmte, war die deutsche Rekord-Ausbeute bei der WM perfekt. Fünfmal Edelmetall für die Mannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) hatte es in der 88-jährigen WM-Geschichte noch nicht gegeben. "Der deutsche Radsport hat hier ein sensationelles Bild abgegeben", sagte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer, der bei der WM als Bundestrainer fungierte. sid/dpa

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