Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Diskus-Ass Harting holt EM-Gold

Als der Diskus auf 68,30 Meter gesegelt war, posierte Robert Harting siegessicher als Muskelmann. Der 27-jährige Berliner ...

Helsinki. Als der Diskus auf 68,30 Meter gesegelt war, posierte Robert Harting siegessicher als Muskelmann. Der 27-jährige Berliner war sich nach dem vierten Versuch im Medaillenkampf der Leichtathletik-EM in Helsinki sicher, dass keiner seiner Rivalen ihn noch übertreffen würde.

Und er behielt recht. «Ich hoffe, dass nun noch ein Titel dazu kommt», sagte Harting mit Blick auf die Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 13. August). «Die EM war nur eine Zwischenstation.» Gerd Kanter aus Estland kam als Zweiter auf 66,53 Meter. EM-Bronze sicherte sich der Ungar Zoltan Kovago mit 66,42 Meter. Markus Münch von der LG Wedel-Pinneberg erreichte Platz neun und nur 61,25 Meter.

«Klasse. Der Titelgewinn wird ihm Rückenwind für die Olympischen Spiele geben», meinte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). 2010 in Barcelona hatte Harting den Titel um 40 Zentimeter verpasst und war Vize-Europameister geworden. Als letzter Deutscher hatte Lars Riedel 1998 in Budapest EM-Gold gewonnen.

Nicht wirklich entspannt war Harting in die Qualifikation gegangen. «Ich hatte es mir leichter vorgestellt», haderte er nach einer fast schlaflosen Nacht. Mit 64,88 und 65,49 Meter schaffte der übernächtigte Modellathlet dennoch die besten Weiten. Im verregneten Finale kam er im ersten Versuch mit 63,02 Meter nicht annähernd so weit, ließ sich durch den «Ausrutscher» aber nicht beängstigen und ging mit 65,80 Meter in Führung. Nach einem ungültigen Versuch flog dann der Diskus auf die Siegerweite von 68,30 Meter. «Technisch war das nicht besonders gut. Nun habe ich noch fünf Wochen Zeit, um meinen Wurf-Rhythmus zu finden», sagte Harting nach seinem 28. Wettkampferfolg in Serie.

Der Topfavorit auf den Olympiasieg hat nach der aus dem vollen Training absolvierten EM nun noch viel zu tun, um in London optimal vorbereitet antreten zu können. «Ich befinde mich im Tal und versuche, den Berg hochzuklettern», sagte Harting. Was in ihm steckt, wenn er seine 129 Kilogramm Körperkraft hinter den Diskus bringen kann, zeigte er im Mai zweimal: In Halle landete der Diskus bei 70,31 Meter, im tschechischen Turnov flog er sogar auf 70,66 Meter. Es waren die ersten 70-Meter-Würfe seines Sportlerlebens im Wettkampf.

Nach zwei WM-Siegen und dem ersten EM-Titel soll nun die edelste Sportplakette folgen. «Ich will schon komplett sein», erklärte Harting und hofft nun auf eine goldene Stunde am 3. August in London. Dort werden ihm aber seine größte Rivalen, Virgilijus Alekna aus Litauen und der Pole Piotr Malachowski, den Fehdehandschuh in den Olympia-Ring werfen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare