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Liste enthüllt: Vorläufiges DFB-Team für WM 2022 mit einigen Überraschungen

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Von: Johannes Skiba

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Bundestrainer Hans Flick hat der FIFA die vorläufige Liste des DFB-Kaders für die WM 2022 in Katar übermittelt. Geheim bleibt sie jedoch nicht.

Frankfurt – In nicht mal einem Monat beginnt die WM 2022 in Katar. Bundestrainer Hansi Flick musste nun der FIFA eine maximal 55 Spieler-fassenden Liste zusenden. Eigentlich wollte der Coach seine Nominierungen geheim halten. Nun hat die Bild diese Liste aber enthüllt. Neben vielen erwartbaren Namen finden sich ein paar Überraschungen und potenzielle Neulinge in Flicks Auswahl.

Trotz der Möglichkeit, zunächst 55 Profis für die WM 2022 zu nominieren, ließ Flick scheinbar ganze elf Kaderpositionen ungenutzt. Ein klares Zeichen dafür, dass bereits viele Plätze in der deutschen Nationalmannschaft für das anstehende Großturnier besetzt sind. Dennoch stehen einige harte Entscheidungen für den Trainer an.

Fußball 1. Bundesliga 11. Spieltag Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg am 22.10.2022 in der BayArena in Leverkusen Marcu
Bundestrainer Hansi Flick behält seine Spieler genau im Blick. © Revierfoto/imago

DFB: Stürmerfrage mit BVB-Youngster gelöst?

Seitdem Miroslav Klose und Mario Gomez die DFB-Elf schon vor einigen Jahren verlassen haben und ihre Karrieren beendeten, herrscht im Sturmzentrum eine Art Vakuum. Folglich gab es auch im Rahmen der anstehenden WM 2022 in Katar viele Diskussionen, welcher Spieler diese Position einnehmen könnte. Auch wenn Hansi Flicks bevorzugte Spielweise keinen klassischen Strafraumstürmer beinhaltet, gäbe ihm die Nominierung eines solchen Spieltypen die Möglichkeit mehr Varianz in sein System zu integrieren.

Mit Niclas Füllkrug vom SV Werder Bremen und Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund trifft der Bundestrainer zwei folgerichtige Entscheidungen für die WM 2022. Füllkrug ist mit acht Toren in elf Partien zusammen mit den zwei Franzosen Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach und Christopher Nkunku von Leipzig führender der Torschützenliste in der Bundesliga. Die Abschlussqualitäten des 29-Jährigen sind mittlerweile landesweit bekannt.

Mit dem 17-jährigen Moukoko scheint Hansi Flick auf das vielleicht größte Sturmtalent dieser Generation zu setzen. Auch wenn die vorläufige Auswahl des Teenagers aufgrund seines Alters für viele überraschend kommen mag, ist die Nominierung des Youngsters nur logisch. Das Toptalent traf für den BVB sowohl im Derby gegen Schalke als auch im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München. Moukoko wirkt immer reifer und abgezockter. Die Entwicklungsschritte unter seinem großen Förderer Edin Terzic sind bemerkenswert. Die verdiente Belohnung wäre ein Kaderplatz im endgültigen Kader der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2022 in Katar.

WM 2022: Flick wartet mit Überraschungen auf

Neben den erstmaligen, aber weniger überraschenden Nominierungen der zwei Angreifer, ist die Berufung von Union Berlins Rani Khedira eine vergleichsweise größere Überraschung. Der 28-Jährige ist ein Grund für den Aufschwung der Berliner. Ebenso steht der Langzeitverletzte Florian Wirtz von Bayer Leverkusen im vorläufigen Aufgebot für die WM 2022. Bereits Mitte September ließ Flick dem Jungspund eine Hintertür offen: „Sollte Florian eventuell die Chance haben, zu spielen, werden wir mal gucken.“

Auch Mario Götze hat es auf die Liste geschafft. Über die Nominierung Mittelfeldspielers von Eintracht Frankfurt wurde in der Vergangenheit ebenfalls öfter diskutiert. Ob es der Star der SGE auch ins endgültige Aufgebot des DFB für die WM 2022 schafft, bleibt abzuwarten. Am 10. November gibt Hansi Flick seine WM-Auswahl bekannt.

Die Verteidiger Marcel Halstenberg und Armel Bella-Kotchap werden hingegen nicht mit zur WM 2022 nach Katar fliegen. Zur Verwunderung vieler Experten verzichtete Flick selbst auf seiner vorläufigen Liste auf die Abwehrspieler. Halstenberg stand schon im September nicht im Aufgebot des DFB. Bella-Kotchap wurde zuletzt erstmals für die A-Nationalmannschaft berufen. Dass Flick nur 44 von 55 Plätzen besetzt und die beiden Spieler außen vor ließ, ist ein überraschend deutliches Zeichen des Bundestrainers.

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