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Deutsche Langlauf-Staffel Vize-Weltmeister

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Axel Teichmann in Aktion.
Axel Teichmann in Aktion. © Foto: dpa

Die deutschen Langläufer haben bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften Platz zwei in der Staffel über 4 x 10 Kilometer belegt.

Liberec. An Gold geschnuppert, aber Silber gewonnen: Im Tiefschnee auf der Zielgeraden von Liberec platzte für die deutsche Langlauf-Staffel der Herren die Hoffnung auf den ersten WM-Titel nach 35 Jahren. Ein Antritt des im Spurt schier unschlagbaren Norwegers Petter Northug verhinderte den deutschen Erfolg, der nach einem der besten Staffel-Auftritte der vergangenen Jahre verdient gewesen wäre. Denn Jens Filbrich, Tobias Angerer, Franz Göring und Axel Teichmann hatten am Freitag über die 4 x 10 Kilometer eine beeindruckende Vorstellung des tatsächlichen Leistungsvermögens der deutschen Langläufer gegeben.

"Wir haben Silber gewonnen und Gold verloren. Es war sensationell, was die Jungs geboten haben. Von den Technikern hervorragend mit Ski versorgt, haben sie von Beginn an Druck gemacht", sagte Bundestrainer Jochen Behle, der die Silbermedaille und den am Ende stärkeren Titelverteidiger akzeptierte. "Northug hat gezeigt, dass er derzeit im Spurt nicht zu knacken ist. Man hätte vielleicht beim letzten Wechsel 30 Sekunden Vorsprung gebraucht, um ihn zu zermürben. So aber war nicht mehr drin, auch wenn man natürlich gewinnen will. Der Unterschied zwischen Norwegen und uns war heute Northug auf der Zielgeraden", sagte Behle.

Schlussläufer Teichmann, der vom vorzüglich im Skating aufgetretenen Youngster Franz Göring mit 14,5 Sekunden Vorsprung vor Norwegen ins Rennen geschickt worden war, fühlte sich nicht so gut. "Die Enttäuschung ist momentan größer als die Freude. Die Jungs vor mir haben einen tollen Job gemacht. War das ein Mus, durch den wir mussten. Da war es für mich als schwereren Läufer hart, meine Technik umzusetzen", sagte der Bad Lobensteiner, der taktisch geschickt sein Tempo ging und damit zumindest Silber sicherte. "Mich interessierte es nicht, dass Northug schnell da war und dann nur noch Windschatten gelaufen ist. Ich wollte mich nicht auf Spielchen einlassen und damit vielleicht noch den Finnen aufschließen lassen", erklärte Teichmann sein Rennen.

Den ersten Antritt des Norwegers parierte der Thüringer noch, doch 200 Meter vor dem Ziel war er geschlagen. "Im Endkampf ist Northug eine Welt für sich. Aber wir werden das das nächste Mal besser machen, wir können ja jetzt nicht einfach aufhören", kündigte Teichmanns Heimtrainer Cuno Schreyl an.

Mit der dritten Langlauf-Medaille erfüllten die Athleten doch noch die von Behle ausgegebene Zielstellung für die WM. "Die Prügel der vergangenen Tage sind an uns abgeprallt. Wir haben uns gestrafft und gezeigt, was möglich ist", sagte Teichmann. Tobias Angerer, der ebenso wie Jens Filbrich die Klassik-Distanz dominiert hatte, ergänzte: "Du musst an dich glauben. Der Auftritt heute hat doch gezeigt, dass wir, wie von Jochen Behle angekündigt, super in Form sind. Klar war der Druck spürbar, weil bei einer WM Medaillen erwartet werden. Aber wir haben ihn angenommen und uns durchgesetzt."

"Ich bin so stolz auf das Team und mich", sagte Franz Göring. Der Zella-Mehliser hatte seine erste WM-Medaille bei den Großen gewonnen. "Dieser Staffel-Einsatz war mein bestes Rennen. Dass mir das bei der WM gelungen ist, ist umso schöner", meinte der Thüringer. (dpa)

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