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Franziska Preuß wurde beim Weltcup in Pokljuka im Sprint Neunte.

Weltcup in Pokljuka

Deutsche Biathleten in Verfolgung ohne Chance

Auch ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen ihre Ansprüche auf die Weltspitze untermauert. Während die DSV-Männer am Sonntag zum Abschluss des Weltcups in Pokljuka arg enttäuschten, stellte Franziska Preuß erneut ihre vielversprechende Frühform unter Beweis.

Die deutschen Biathleten haben zum Abschluss des Weltcups im slowenischen Pokljuka in der Verfolgung die Podestplätze klar verpasst. Die deutschen Biathletinnen sind erstmals seit vier Jahren ohne Podestplatz in die neue Saison gestartet.

Beim zweiten Saisonsieg des Norwegers Johannes Thingnes Bø lief Benedikt Doll als bester Deutscher auf Platz 18. Der Sprint-Fünfte leistete sich sechs Fehler und hatte am Ende 1:39,1 Minuten Rückstand auf den mit drei Fehlern belasteten Norweger, der bereits den Sprint für sich entschieden hatte. Rang zwei sicherte sich im Fotofinish mit nur 0,1 Sekunden Rückstand Quentin Fillon Maillet. Der Franzose war fehlerfrei geblieben. Dritter wurde der einst als Dopingsünder gesperrte Russe Alexander Loginow (1 Fehler/+ 1,9 Sekunden).

Insgesamt lief es für die deutschen Biathleten nach ihren zumeist schwachen Vorleistungen aus dem Sprint auch über die 12,5 Kilometer nicht rund: Arnd Peiffer wurde 25. direkt gefolgt von Simon Schempp. Philipp Horn kam als 28. ins Ziel, Johannes Kühn als 47. und der von Rückenproblemen geplagte Erik Lesser auf Rang 54. Damit beendeten die Männer von Bundestrainer Mark Kirchner den Auftakt mit einem Podestplatz: Im Einzel war Kühn Zweiter geworden.

Im slowenischen Pokljuka lief Franziska Preuß in der Verfolgung auf Platz neun. Die 24-Jährige, die schon im Einzel (10.) und Sprint (9.) beste Deutsche war, hatte am Sonntag nach einem Fehler 1:43,7 Minuten Rückstand auf die erfolgreiche Kaisa Mäkäräinen. Die Sprintsiegerin aus Finnland blieb bei ihrem zweiten Saisonerfolg fehlerfrei und verwies wie im Sprint Dorothea Wierer auf Platz zwei. Auch die Italienerin räumte wie die drittplatzierte Paulina Fialkova aus der Slowakei alle 20 Scheiben ab.

Für ein erneutes Achtungszeichen sorgte Anna Weidel. Die 22-Jährige, die für die fehlende Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier in den Kader gerückt war, wurde in ihrem erst dritten Weltcup-Rennen nach einem Fehler starke Elfte, nachdem sie bereits im Sprint Zehnte geworden war. Preuß und Weidel knackten damit die WM-Norm.

Für Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz sowie Nadine und Karolin Horchler reichte es nicht für den Sprung unter die Top 20. Denise Herrmann, die im Vorjahr Sprint und Verfolgung gewonnen hatte, hatte als Sprint-62. die Qualifikation für das Jagdrennen verpasst.

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