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Georg Streitberger teilt sich den Sieg bei der Abfahrt mit dem gleichschnellen Kjetil Jansrud. Foto: Cornelius Poppe

Deutsche Abfahrer weit zurück - Kugel für Svindal

Der Norweger Aksel Lund Svindal durfte sich nach den verpassten Olympia-Medaillen wenigstens über eine Weltcup-Kugel freuen, dagegen enttäuschten die deutschen Abfahrer auch nach den Winterspielen.

Der Norweger Aksel Lund Svindal durfte sich nach den verpassten Olympia-Medaillen wenigstens über eine Weltcup-Kugel freuen, dagegen enttäuschten die deutschen Abfahrer auch nach den Winterspielen.

Josef Ferstl als 44., Klaus Brandner auf Platz 46, Stephan Keppler als 51. und Andreas Sander auf Rang 64 - da hatten sich die deutschen Alpinen von der Abfahrt am Freitag in Kivtjfell mehr erhofft. "Wir haben immer noch die Hoffnung, dass wir uns bei den restlichen Rennen steigern können", erklärte Alpindirektor Wolfgang Maier.

Im Training machte Ferstl als Zehnter noch Hoffnung auf ein gutes Abschneiden der nicht für Sotschi qualifizierten deutschen Speedfahrer. Im Rennen lag er dann aber deutlich zurück. Den Sieg bei der verkürzten Abfahrt teilten sich der Norweger Kjetil Jansrud und Georg Streitberger aus Österreich. Dritter wurde der Amerikaner Travis Ganong. Svindal, der in Sotschi als Goldfavorit die Plätze vier, sieben und acht belegte, reichte in seiner Heimat ein fünfter Rang zum vorzeitigen Gewinn dieser kleinen Kristallkugel.

Bei den Herren wirbelte das Wetter den Zeitplan durcheinander. Um überhaupt ein Rennen starten zu können, mussten die Abfahrer schon am Vormittag ran. Dort deckten die späteren Sieger ihre Karten noch lange nicht auf. "Im Training hat es mir eigentlich gar nicht getaugt", sagte Streitberger. "Aber dann habe ich die Nummer 1 gezogen, ich hab versucht, gut zu fahren - und es ist mir aufgegangen." Für Streitberger war es der dritte Weltcupsieg, der erste in der Abfahrt. Super-G-Olympiasieger Jansrud stand zum zweiten Mal ganz oben auf dem Podest. Im Gesamtklassement rückte Svindal bis auf 13 Zähler an den führenden Österreicher Marcel Hirscher heran.

In Kvitfjell stehen eine weitere Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm. "Bei den Jungs besteht die Chance zu klassischen Wiedergutmachung", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier mit Blick auf die Ziele in Norwegen. Die Sportler sollten mit guten Leistungen für zukünftige Investitionen werben. Zumindest gemessen an den Platzierungen vom Freitag glückte das nicht. (dpa)

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