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Trainer Hans-Jürgen Boysen musste in Düsseldorf eine herbe Niederlage einstecken.

0:6-Niederlage gegen Düsseldorf

Debakel für FSV Frankfurt

Der Zweitligist FSV Frankfurt hat geben Düsseldorf die höchste Saisonniederlage eingefahren. Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt nicht, am Dienstag steht das Nachholspiel in Aue an.

Der FSV Frankfurt hat nach dem 0:6- Debakel bei Fortuna Düsseldorf nicht nur die höchste Saisonniederlage kassiert sondern sich auch im Kampf um die Aufstiegsplätze einen schweren Fehltritt erlaubt. Doch bereits am Dienstag (18.00 Uhr) bietet sich nach dem verpassten Sprung auf Rang drei im Nachholspiel beim Tabellensiebten Erzgebirge Aue die große Chance zur Revanche.
Mittelfeldspieler Mike Wunderlich formulierte als einer der Ersten aus dem „Häuflein Elend“ in dem aus allen Träumen gerissenen Team von Trainer Hans-Jürgen Boysen den Mut zum Bekenntnis. „Ich denke, von uns wird nach der abgeholten Klatsche eine Reaktion zu sehen sein. Die Leute, die hier von mehr geträumt haben, sind auf dem Boden der Tatsachen zurück.“

Doppeltes Pech aber auch für den abgestraften Boysen, der nach der Abfuhr betonte, die Mannschaft habe den Charaktertest nicht bestanden. Der Coach steckt mitten in Vertragsverlängerungs- Verhandlungen, muss aber trotz der Pleite sicher nicht zurückstecken. „Wir können auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Die Entwicklung der Mannschaft ist noch nicht am Ende“, meinte der Trainer noch vor der Partie. Denn der bisher beste Zweitliga-Saisonstart in der Geschichte am Bornheimer Hang hat auch den materiellen Wert der Mannschaft schon gesteigert. Interesse der Clubs an FSV-Spielern ist nicht zu leugnen.

Dienstag Nachholspiel in Aue

Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt den Frankfurtern nicht. Bereits am Dienstag steht das Nachholspiel des Tabellenachten in Aue an. Da bleibt auch wenig Zeit zum Nachdenken, nachdem Boysen in dieser Saison noch nicht derart viele „individuelle und taktische Fehler“ bei dem Spiel entdeckt hatte. Aber Aufsteiger Aue, der erstmals in der Saison ein Heimspiel (0:1 gegen Osnabrück) verlor, hat den Durchmarsch in Liga eins auch noch im Auge - und liegt noch zwei Punkte vor dem FSV.

„Wir müssen die Schlappe schnell wegstecken. Es wird aber keine unnötigen Schuldzuweisungen geben. Wir haben individuelle Fehler in einer Größenordnung gemacht, die ich von meiner Mannschaft nicht gewohnt bin“, sagte Boysen. Ohne den starken Torhüter Patric Klandt hätten die Hessen noch deutlicher verlieren können. Der erst im Winter verpflichtete Däne Ken Ilsø war mit drei Treffern bei seinem Zweitliga-Debüt der Schrecken der FSV-Abwehr. „Wir haben den Fehler gemacht, dass wir bis zum Schluss mitspielen wollten“, sagte Klandt.

Kapitän Björn Schlicke ergänzte: „Keinem kam es auch nach dem 0:4 nicht in den Sinn, sich hinten reinzustellen.“ Viel schlimmer aber sei es gewesen, „zum ersten Mal in meiner Karriere Mitleid vom Schiedsrichter“ bekommen zu haben. Verteidiger Christian Müller brachte es auf den Punkt: „Unser Verhalten war naiv.“ (dpa)

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