Volleyball

Dauerkribbeln in der Woche der Wahrheit

Für Volleyballteams geht’s um Olympia.

Die Silvesterparty der deutschen Volleyballer war gemütlich – aber auch schnell wieder vorbei. In Kienbaum verbrachten die DVV-Auswahlmannschaften der Frauen und Männer gemeinsam den Jahreswechsel, eine ausschweifende Sause wurde es nicht. Schließlich warten gleich zu Jahresbeginn große Aufgaben.

2020 ist auch für die Volleyballer das Jahr der Olympischen Spiele. Für die deutschen Männer führt der Weg nach Tokio dabei über Berlin. Am Sonntag beginnt in der Hauptstadt das wegweisende Qualifikationsturnier: Acht europäische Teams kämpfen in sechs Tagen um nur ein Ticket. Die Zuschauerrolle wie 2016 in Rio will das DVV-Team nicht noch einmal einnehmen.

„Man kann sich keinen Fehltritt erlauben“, sagte Kapitän Lukas Kampa. In der Gruppenphase sind Ausrutscher eher zu vermeiden. Der Auftaktgegner Tschechien am Sonntag (19.30 Uhr/Sport1) sei am „schwächsten“ einzuschätzen, sagte Bundestrainer Andrea Giani. In Belgien warte tags darauf dagegen eine Mannschaft „auf Augenhöhe“, Vize-Europameister Slowenien als dritter Gegner am Dienstag sei ein Team, das „extrem unangenehm“ zu bespielen sei.

Schlüsselspieler Grozer

Die größten Herausforderungen warten allerdings erst ab dem Halbfinale, für das sich in Gruppe B Frankreich und Europameister Serbien qualifizieren dürften. „An diesen Mannschaften führt kein Weg vorbei. Sie werden zu schlagen sein, wenn man gewinnen möchte“, sagte Kampa, der voller Vorfreude von einem „Dauerkribbeln“ in einer „außergewöhnlichen Woche“ sprach.

Gewinnen die deutschen Volleyballer alle Spiele, fliegen sie im Sommer nach Japan. Das mit erfahrenen Spielern wie Kampa (33) oder Star-Angreifer Georg Grozer (35) gespickte Team eint der Traum vom großen Karrierehighlight. „Es ist einfach etwas ganz, ganz Besonderes. Die Chancen sind nicht so häufig da“, sagte Kampa: „Ich bin positiv und habe eine tiefe Überzeugung, dass wir es schaffen können.“

Giani setzt dabei unter anderem auch wieder auf Libero Markus Steuerwald, der erstmals seit Mai 2017 wieder das Nationalmannschafts-Trikot tragen wird. Eine Schlüsselrolle nimmt abermals Grozer ein, der „für uns unersetzlich ist“, wie Giani betonte: „Er bringt Qualitäten mit, die es nur bei wenigen auf der Welt gibt.“

Die deutschen Volleyballerinnen drücken vorerst nur die Daumen. Ernst wird es für sie beim Achter-Turnier im niederländischen Apeldoorn, das am Dienstag beginnt. Das deutsche Team trifft dort in der Gruppenphase auf die Türkei, Belgien und Kroatien. (sid)

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