Neustart der NBA in Florida, trotz steigender Corona-Zahlen. LeBron James der Los Angeles Lakers wärmt sich auf.
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Neustart der NBA in Florida, trotz steigender Corona-Zahlen. LeBron James der Los Angeles Lakers wärmt sich auf.

Re-Start im Disney World

NBA in den USA neu gestartet - trotz alarmierender Corona-Zahlen in Florida

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In den USA ist die NBA fortgesetzt worden. Ort des Geschehens ist das Disney World in Orlando - trotz alarmierender Corona-Zahlen in Florida.

  • Coronavirus zwang NBA zu langer Pause
  • Neustart der Basketball-Liga in Orlando (USA)
  • Coronavirus breitet sich im Bundesstaat Florida rasant aus

Orlando/Florida - In den USA steigen die Zahlen der Corona-Infektionen weiterhin rasant an. Der US-Bundesstaat Florida gehört zu den am stärksten betroffenen – vor allem unter Kindern nimmt die Zahl der Infektionen immer weiter zu. 

Mitten in Florida, genauer gesagt im Disney World in Orlando, gab es nun den Neustart der NBA, der besten Basketballliga der Welt. Die Verantwortlichen der Liga und die Besitzer der teilnehmenden Klubs zeigen sich trotz der angespannten Situation im ganzen Land zuversichtlich. „Derzeit funktionieren unsere Protokolle. Wir sind hoffnungsvoll und optimistisch, dass wir einen Champion krönen können, wenn sich jeder an die Vorgaben hält," sagte Vize-Commissioner Mark Tatum in einer Konferenz mit internationalen Medien.

NBA-Restart trotz Corona-Krise: Spiele finden in Disney World statt

Die Spiele der NBA finden auf dem Gelände von Disney World statt, gespielt wird in drei verschiedenen Hallen. 22 Teams sind noch im Rennen und wollen bis Oktober einen neuen Meister ausgespielt haben. Die Klubs befinden sich bereits seit dem 7. Juli auf dem Gelände von Disney World und bereiten sich intensiv auf den Neustart der Saison vor, was aufgrund der aktuellen Corona-Krise in den USA einigen Akteuren sicher nicht leicht fiel. Nach außen hin werden die Basketballer und Funktionäre völlig abgeschirmt - sie befinden sich in der sogenannten „Bubble“. Insgesamt umfasst das erarbeitete Hygienekonzept der NBA 113 Seiten.

Von den strengen Corona-Regeln der NBA sind nicht alle Spieler restlos begeistert. DeMar DeRozan von den San Antonio Spurs stören die Abstandsregelungen neben dem Feld. „So etwas (ein Doppel beim Tischtennis, Anm. d. Red.) dürfen wir nicht machen, aber dafür können wir uns auf dem Feld bekämpfen? Das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Ich habe mir zehn Zeilen vom Regelwerk durchgelesen und es dann weggelegt, weil es so frustrierend ist. Ich hätte niemals gedacht, dass ich in eine solche Situation kommen würde“, sagte er in einem Interview mit ESPN.

Auf dem Gelände von Disney Word sind längst nicht alle Stars der 22 Teams mit dabei. Den Spielern wurde die Möglichkeit eingeräumt, auf eine Teilnahme am Neustart der NBA zu verzichten. Aus verschiedenen Gründen, unter anderem die rasante Ausbreitung des Coronavirus in den USA, haben einige Profis von dieser Option Gebrauch gemacht. Einige andere Spieler dürfen nicht dabei sein, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden und zu wenig Zeit für die vollständige Genesung und die nötige Vorbereitung mit ihren Teams hatten.

NBA-Restart trotz Corona-Krise: Lakers schlagen im ersten Match die Clippers

Im ersten Spiel des Neustarts kam es gleich zum Stadtduell der Mannschaften aus Los Angeles. Die Lakers, mit Superstar Lebron James, schlugen die Clippers denkbar knapp und starteten somit erfolgreich in die die restliche NBA-Saison. Den emotionalsten Moment des Matches gab es aber bereits vor Anpfiff: Alle Spieler, Betreuer, Trainer und Schiedsrichter knieten während der US-Nationalhymne und setzten damit eine Botschaft gegen Rassismus und Polizeigewalt. Die Akteure beider Teams trugen zudem Shirts mit dem Slogan „Black Lives Matter“.

„Ich respektiere den gemeinsamen friedlichen Protest unserer Mannschaften für soziale Gerechtigkeit und werde unter diesen Umständen die lange existierende Regel, die das Stehen bei der Nationalhymne einfordert, nicht durchsetzen“, sagte NBA-Boss Adam Silver nach Angaben von US-Medien. Die Mannschaften der NBA wollen in Disney World zeigen, dass ein Weg aus der Corona-Krise und zu sozialer Gleichberechtigung nur gemeinsam machbar ist - und setzen damit ein Gegenentwurf zu der Spaltung durch US-Präsident Donald Trump. (smr)

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