Schwimm-WM

Cielo gewinnt 2. WM-Gold

Helge Meeuw und Dorothea Brandt müssen beim Finale zusehen, die deutsche Lagenstaffel wird disqualifiziert. Derweil schwimmt der Brasilianer Cesar Cielo zu seinem zweiten WM-Gold im Freistil.

Helge Meeuw muss am Schlusstag der Schwimm-WM in Shanghai zuschauen. Der Magdeburger verpasste über 50 Meter Rücken in 25,20 Sekunden das Finale am Sonntag. Im Vorlauf war Meeuw noch 16/100 schneller geschwommen. Halbfinal-Bester war der Brite Liam Tancock in 24,62 Sekunden.

Dorothea Brandt verpasste zuvor bei ihrer ersten WM den Endlauf über 50 Meter Freistil. Die 27-jährige Berlinerin schlug im Halbfinale in 25,06 Sekunden nur als Gesamt-Neunte an - 1/100 fehlte zum Finale. Als Schnellste geht die Dänin Jeanette Ottesen (24,61) ins Finale am Sonntag. Titelverteidigerin Britta Steffen war nach enttäuschenden Leistungen vorzeitig von der WM abgereist.

Die deutsche Lagenstaffel über 4 x 100 Meter ist disqualifiziert worden. Jenny Mensing, Sarah Poewe, Sina Sutter und Daniela Schreiber schlugen nach 4:00,78 Minuten zwar als Siebte an, doch ihnen unterlief ein Wechselfehler. Die USA gewannen in 3:52,36 Minuten und verfehlten den Weltrekord nur 17/100 Sekunden. Titelverteidiger China wurde Zweiter vor Olympiasieger Australien.

Cesar Cielo ist derweil zu seinem zweiten Sieg geschwommen. Der Olympiasieger aus Brasilien gewann die 50 Meter Freistil und verteidigte damit seinen Titel. Zuvor hatte Cielo die 50 Meter Schmetterling gewonnen.

Im Freistil-Sprint lag Cielo in 21,52 Sekunden vor dem Italiener Luca Dotta (21,90) und Alain Bernard aus Frankreich (21,92). Cielo hatte erst nach einem Freispruch durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS bei der WM starten dürfen. Seine positive Doping-Probe mit einem Furosemid-Befund soll durch Verunreinigungen in einer brasilianischen Apotheke entstanden sein.

Superstar Michael Phelps hat sich sogar sein drittes WM-Gold geschnappt. Der Amerikaner war über 100 Meter Schmetterling nicht zu schlagen und sicherte sich seinen insgesamt 25. WM-Titel. Rekord-Olympiasieger Phelps gewann über diese Strecke als Erster dreimal in Serie. In 50,71 Sekunden lag Phelps vor dem Polen Konrad Czerniak und seinem US-Landsmann Tyler McGill. Die deutschen Starter Steffen Deibler und Benjamin Starke waren im Halbfinale ausgeschieden.

Die Niederländerin Inge Dekker gewann den Titel über 50 Meter Schmetterling. Dekker schlug in 25,71 Sekunden vor der Schwedin Therese Alshammer in 25,76 Sekunden an. Dritte wurde die Französin Melanie Henique in 25,86 Sekunden. Titelverteidigerin Marieke Guehrer aus Australien wurde Letzte im Finale. Eine deutsche Schwimmerin war nicht am Start.

Melissa Franklin aus den USA hat bei der WM über 200 Meter Rücken als Erste angeschlagen und den Weltrekord nur knapp verpasst. Die 16-Jährige blieb in 2:05,10 Minuten nur 29/100 Sekunden über der Bestzeit von Kirsty Coventry aus Zimbabwe. Hinter Franklin kamen die Australierin Belinda Hocking und Sharon Rouwendahl aus den Niederlanden auf die Plätze. Titelverteidigerin Coventry hatte ebenso wie die Wiesbadenerin Jenny Mensing das Finale verpasst.

Olympiasiegerin Rebecca Adlington holte den ersten Titel für die britischen Schwimmer. Über 800 Meter Freistil siegte Adlington in 8:17,51 Minuten im Endspurt vor Titelverteidigerin Lotte Friis aus Dänemark (8:18,20). Dritte wurde die Amerikanerin Kate Ziegler. (dpa)

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