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CAS: Lebenslange Olympia-Sperre für Doper unzulässig

Der lebenslange Olympia-Bann von Dopingbetrügern ist nicht zulässig. Das hat der Internationale Sportgerichtshof (CAS) ...

London. Der lebenslange Olympia-Bann von Dopingbetrügern ist nicht zulässig. Das hat der Internationale Sportgerichtshof (CAS) im Rechtsstreit zwischen dem Nationalen Olympischen Komitee Großbritanniens (BOA) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) entschieden.

«Die BOA-Regel ist eine Sanktion, die nicht in Übereinstimmung mit dem WADA-Code ist», hieß es in dem veröffentlichten CAS-Spruch. Für den Olympia-Gastgeber ist damit knapp drei Monate vor der Eröffnungsfeier am 27. Juli eine unangenehme Angelegenheit vom Tisch.

Nun dürfen frühere, mit dem lebenslangen Olympia-Bann bestrafte Dopingsünder wie der Leichtathlet Dwain Chambers und der Radprofi David Millar an den Olympischen Spielen in London teilnehmen. Der Weltklassesprinter Chambers war nach einem positiven Test auf das Designer-Steroid THG 2003 für zwei Jahre gesperrt worden. Millar hatte ein zweijähriges Startverbot für die nachgewiesene Einnahme des Blutdopingmittels EPO erhalten.

Die WADA, durch ihr zuletzt irritierendes Verhalten in der Erfurter Blutmanipulations-Affäre in die Kritik geraten, erhielt für den Erfolg Anerkennung. «Die Autorität der WADA ist dadurch anerkannt», erklärte Travis Tygart, Geschäftsführer der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA. «Es ist ein guter Tag für diejenigen, die an die Fähigkeit der WADA glauben, die Regeln und die Rechte der sauberen Athleten zu verteidigen.»

Die Weltagentur hatte den Olympia-Ausschluss auf Lebenszeit angefochten, weil er gegen den WADA-Code verstößt. Als einziges NOK der Welt verhängte das BOA lebenslange Olympia-Sperren gegen Dopingbetrüger. Die Regel war 1992 eingeführt worden.

Der CAS hatte im vergangenen Jahr auch die sogenannte Osaka-Regel des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für ungültig erklärt, nach der Doping-Sünder automatisch von den nächsten Olympischen Spielen ausgeschlossen waren. Auch diese Regel stand im Widerspruch zum WADA-Kodex. Das IOC will nun aber den neuen WADA-Code, der 2013 in Südafrika verabschiedet werden soll, durch die Osaka-Regel ergänzen lassen.

«Das IOC ist im derzeit laufenden Revisionsverfahren des WADA-Codes schon initiativ geworden», erklärte IOC-Vizepräsident Thomas Bach. «Es müssen dem IOC, aber auch den NOKs bessere Sanktionsmöglichkeiten im Kampf gegen Doping eröffnet werden. Das Urteil unterstreicht die Notwendigkeit des IOC-Vorstoßes.» (dpa)

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