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Nach dem Gang in die Abstiegsrunde in der Kritik: Uwe Krupp.
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Nach dem Gang in die Abstiegsrunde in der Kritik: Uwe Krupp.

Blamage bei Eishockey-WM

Bundestrainer Krupp in der Kritik

Auf Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp prasselt nach dem Gang in die bedeutunglose Abstiegsrunde bei der WM Kritik ein. Ein frustrierter Fan beschüttet ihn mit Bier. Von Vorfreude auf nächstes Jahr keine Spur.

Ein Jahr vor der Heim-Weltmeisterschaft erlebt Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp in Bern die schwersten Tage seiner Amtszeit.

Der 43-Jährige steht nach der 1:2-Niederlage gegen Frankreich und dem Gang in die bedeutungslose WM-Abstiegsrunde in der Kritik. Die Quittung für den spielerischen Offenbarungseid bekam Krupp umgehend in Form einer kalten Dusche.

Beim Verlassen der Trainerbank wurde der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger am Dienstagabend von einem frustrierten Fan mit Bier vollgeschüttet. "Ich hoffe, dass es Bier war. Der Trainer bekommt's doch immer als Erster ab. Von daher gehört das zum Job dazu", reagierte der seit Dezember 2005 amtierende Krupp erstaunlich gelassen.

Von Freitag an folgen nun bedeutungslose Abstiegsrunden-Partien gegen Dänemark, Österreich und Ungarn. Aus Krupps Sicht beginnt das Turnier von neuem: "Es geht um die Ehre", sagte er am Mittwoch. "Das Frankreich-Spiel steckt zwar noch in den Knochen, aber jetzt ist es wichtig, abschließen zu können. Man kann uns vielleicht vorwerfen, dass wir nicht clever genug waren, aber die Moral ist auf jeden Fall intakt."

Reindl geschockt

Bereits während der schwachen Vorstellung gegen Frankreich hatten deutsche Schlachtenbummler den Trainer der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes mit Gesängen wie "Uwe, das war dein letztes Spiel" verhöhnt. "Das tut mir weh, weil Uwe Krupp so etwas nicht verdient hat", sagte DEB-Generalsekretär Franz Reindl, der sichtlich geschockt war.

Schockierend war allerdings auch der Auftritt der Mannschaft gegen den 18. der Weltrangliste. "Viele Erklärungen gibt's dafür nicht. Du musst an dem Tag in der Lage sein, dieses eine Spiel zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen", sagte Krupp lapidar. "Die Mannschaft hat nicht das gebracht, was wir uns alle erhofft haben. Deshalb war es ein Rückschritt", redete Reindl Klartext.

Der Auftritt in Bern fügt sich nahtlos an die schwachen Spiele der Nationalmannschaft bei der vorigen WM in Kanada an. Das Theater um Florian Busch, die fehlende Spielgenehmigung für Jason Holland, das peinliche 2:3 gegen Norwegen und das 1:10-Debakel gegen Kanada hatten die Fans damals zunächst gegen Reindl aufgebracht. Wer das Team nicht unterstützen wolle, solle nach Hause fliegen, hatte Krupp in Kanada auf die Unmutsbekundungen reagiert, die nicht ihm galten.

Rückfall in alte Zeiten

Nun wollte der DEB eigentlich Vorfreude auf die WM im kommenden Jahr in Gelsenkirchen, Köln und Mannheim wecken. Doch statt des insgeheim erhofften Vordringens ins Viertelfinale erstmals seit 2005 kam der Absturz in eine Abstiegsrunde.

Reindl geht fest davon aus, dass Krupp im nächsten Jahr noch Bundestrainer sein wird. Einen Imageschaden für das Team, das als Gastgeber der WM 2010 nicht absteigen kann, räumt der DEB-Generalsekretär aber ein. dpa

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