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Marco Caligiuri vom FSV Mainz 05 im Zweikampf mit Thomas Müller.
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Marco Caligiuri vom FSV Mainz 05 im Zweikampf mit Thomas Müller.

Bundesliga

Bruderduell am Bruchweg

Wenn am Samstagnachmittag der FSV Mainz 05 gegen den SC Freiburg spielt, treffen sich auch zwei enge Bekannte. Marco Caligiuri läuft mit Mainz auf gegen Freiburg, wo Daniel Caligiuri unter Vertrag steht. Beide freuen sich auf das Duell.

Im Hinspiel waren es fünf Minuten. Fünf Minuten, die verhinderten, dass Marco Caligiuri und Daniel Caligiuri direkt aufeinandertrafen. Marco, Mittelfeldspieler beim FSV Mainz 05, verließ am elften Spieltag der Hinrunde der Fußball-Bundesliga bei der Partie SC Freiburg gegen Mainz nach 84 solide absolvierten Minuten das Feld. In der 89. Minute jener Begegnung schickte schließlich der Freiburger Trainer Robin Dutt Daniel Caligiuri für Torjäger Papiss Demba Cissé auf den Platz.

An diesem Samstag kommt es am Mainzer Bruchweg zum Rückspiel der beiden so überraschenden gut platzierten Klubs. Und für die Brüder aus Villingen-Schwenningen im Schwarzwald kommt die nächste Möglichkeit, endlich mal gegeneinander zu spielen. „Es wäre schon schön, mal zur selben Zeit auf dem Platz zu stehen“, sagt Marco Caligiuri.

Die Chancen, dass der 26-Jährige aufgeboten wird, sind dabei deutlich größer als bei seinem vier Jahre jüngeren Bruder. Caligiuri hat sich seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer vom Zweitligisten Spielvereinigung Greuther Fürth an den Bruchweg zu einem festen Bestandteil im Team von Thomas Tuchel gemausert. Mit formidabler Technik, guter Übersicht und respektablen Passqualitäten. Caligiuri hat das nicht sonderlich überrascht. „Ich habe an meinen Qualitäten nie gezweifelt“, sagt er im Brustton der Überzeugung.

Verschiedene Spielertypen

Dass ihm mancher vorhält, gelegentlich zur Schlampigkeit zu neigen, lässt ihn kalt. „Ich bin noch in einem Lernprozess“, sagt Caligiuri. Er will auf jeden Fall noch besser werden. „Mehr Verantwortung übernehmen und mehr Tore machen“, das sind die Punkte, an denen er ansetzen will. Der Frage, ob er besser als ein Bruder sei, weicht Marco Caligiuri ein wenig aus. „Das weiß ich nicht. Wir sind verschiedene Spielertypen.“

Daniel, 23, nennt den älteren Bruder eher „einen Spielaufbautypen“, während er selbst ein Mann für die Flügel sei. Die Leistung des jeweils anderen wird aber schon mal beurteilt. „Wir sehen uns, außer bei großen Familienfesten, zwar kaum noch“, sagt Marco, „aber wir telefonieren regelmäßig.“ „Und dann sagen wir uns, wie wir unsere Leistung gesehen haben“, ergänzt Daniel.

Heute allerdings wird die Blutsbande für 90 Minuten in den Hintergrund treten. Mainz 05 will nach fünf erfolglosen Versuchen endlich mal wieder ein Heimspiel gewinnen, der SC Freiburg nach vier Niederlagen hintereinander überhaupt mal wieder siegen. Da kennt man auf dem Rasen keine Verwandten. Ob er seinen Bruder umtreten würde, ist Daniel Caligiuri gefragt worden. „Wenn ein taktisches Foul her muss, dann mache ich es“, sagt er. Bruder hin oder her.

Möglicherweise sind die Caligiuris solcher Sorgen aber ja bald enthoben. Denn beide haben ein Ziel, das sie noch erreichen wollen. „Es wäre natürlich schön, irgendwann mal zusammen in einer Mannschaft zu spielen“, sagt Daniel. Aber erst freuen sich beide mal auf die Premiere als Gegenspieler. ( fr)

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