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Bremer Pokal-Pleite: Zorn und Zittern um Zukunft

Zähneknirschen, Zorn und Zittern um die Zukunft: Nach der blamablen 1:2 (1:0)-Pokal-Pleite des SV Werder Bremen beim ...

Heidenheim. Zähneknirschen, Zorn und Zittern um die Zukunft: Nach der blamablen 1:2 (1:0)-Pokal-Pleite des SV Werder Bremen beim 1. FC Heidenheim redeten die Teamverantwortlichen Tacheles und die Verlierertruppe räumte kleinlaut ihr Versagen ein.

«Das ist eine Riesenenttäuschung», kommentierte Geschäftsführer Klaus Allofs die peinliche Niederlage des sechsmaligen Cup-Gewinners gegen den Drittligisten. «Materiell und vom Image her ist das ein großer Schaden für den Verein.»

Trainer Thomas Schaaf stöhnte nach dem Erstrunden-K.o.: «Das tut weh, das ist ärgerlich.» Mehrere Dutzend frustrierte Fans blockierten nach der Blamage eine Viertelstunde lang wutentbrannt den Mannschaftsbus des enttäuschenden Fußball-Bundesligisten. Sie skandierten: «Wir haben die Schnauze voll» und «Allofs raus».

Schonungslos hatten die Schwaben die Schwächen des Favoriten aufgezeigt. Auch wenn bei Werder ein halbes Dutzend Stammkräfte fehlte, entschuldigte dies nicht den teilweise ideenlosen und konfusen Kick. Die oft überfordert wirkende neu formierte Viererkette mit dem Verlegenheitszentrum Sokratis Papastathopoulos und Andreas Wolf war ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Aber auch Mittelfeld und Offensive blieben hinter den Ansprüchen eines Erstligisten zurück.

«Wenn wir so weiter spielen, wird es keine bessere Saison als die vergangene», räumte Kapitän Clemens Fritz geknickt ein, dass Werder wieder eine Wackel-Runde droht. «Wir hätten alle mehr tun müssen.» Schaaf stimmte dieser besorgniserregenden Prognose uneingeschränkt zu und forderte für den Rundenauftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern Wiedergutmachung: «Jetzt müssen wir uns umso besser in der Liga zeigen.» Allein der lasche Auftritt gegen die leidenschaftlich kämpfenden und auch spielerisch überzeugenden Heidenheimer macht wenig Hoffnung, dass die Hanseaten in einer Woche zur nötigen Leistungsexplosion in der Lage sein könnten.

Sorgen bereitete Schaaf und Allofs auch die Tatsache, dass ihre Schützlinge die 1:0-Führung durch Markus Rosenberg (33. Minute) nicht verteidigen konnten. Nach Marco Marins kläglich verschossenem Handelfmeter (51.) brach zeitweise das blanke Chaos aus. «Das müssen wir abstellen», sagte der Coach zu den stümperhaften Fehlern.

Rund 100 Sekunden reichten Heidenheim vor 10 000 Zuschauern in der ausverkauften Voith-Arena, um die Partie mit einem Doppelschlag zu drehen. Erst schlenzte Christian Sauter einen direkten Freistoß ebenso frech wie genial über die Mauer ins Netz (57.). Dann spitzelte Marc Schnatterer (58.) nach einem schönen Spielzug den Ball an Torhüter Tim Wiese vorbei.

«Zwei blitzsaubere Tore», lobte Heidenheims Trainer Frank Schmidt die beiden Schützen. «Wir haben den Sieg verdient.» Weil aber am Mittwoch bereits das Punktspiel in Unterhaching ansteht, mussten die Pokalhelden auf eine große Party verzichten. «Wir feiern ein wenig, aber es wird nicht übertrieben», versicherte Schmidt trotz aller Glückseligkeit nach dem größten Sieg in der Vereinsgeschichte. (dpa)

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