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Erfolgreich in Willingen: Karl Geiger.

Skispringen

Mit breiter Brust zur WM

Die deutschen Skispringer feiern beim Heimspiel in Willingen eine grandiose Generalprobe für die WM.

Am Ende eines rauschenden Wochenendes in Willingen konnte Skispringer Markus Eisenbichler die Reise zur WM kaum noch erwarten. „Die Vorfreude ist extrem groß bei mir. Wir haben ein saugutes Team“, sagte der Siegsdorfer nach seinem zweiten Platz im Einzelspringen am Sonntag beseelt.

Wie stark das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) ist, stellte es an den drei Tagen im Upland unter Beweis. In allen drei Wettbewerben erreichten die DSV-Adler das Podium, der Sieg von Karl Geiger am Samstag strahlte besonders hell. Einen besseren Zeitpunkt für diesen Leistungsschub hätte es nicht geben können.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende“, sagte Bundestrainer Werner Schuster mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Ich habe ein bisschen darauf gehofft, dass wir Schwung aufbauen für die WM. Ich denke, wir können mit breiter Brust nach Seefeld fahren.“

Nach zuletzt schwierigen Wochen, in denen besonders in den Einzelspringen die Konstanz fehlte, tankten die deutschen Springer rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in Seefeld und Innsbruck reichlich Selbstvertrauen und schürten Medaillen-Hoffnungen. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch.

„Im Teamspringen sind wir eigentlich immer stark. Da erwarten ich und jeder im Team eine Medaille“, stellte Eisenbichler klar. Alles andere als Edelmetall im Mannschaftsspringen am Sonntag (14.45 Uhr) wäre eine herbe Enttäuschung. Vier Wettkämpfe fanden in der laufenden Saison bislang statt, immer stand das DSV-Quartett auf dem Podium. Bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr gab es Silber.

Deutlich zurückhaltender sind die Ambitionen in den beiden Einzelspringen. Bereits am Samstag (14.30 Uhr) steigt der Wettkampf in Innsbruck, am 1. März (16.00 Uhr) steht das Springen von der Normalschanze in Seefeld auf dem Programm. „Wir haben zwar einige Podien in dieser Saison, auch zwei Siege. Aber es liegt nicht auf der Hand“, sagte Schuster, für den „zehn Springer“ um die Medaillen kämpfen.

Dazu zählt neben Eisenbichler und Geiger seit Willingen auch wieder Richard Freitag. Der Sachse hat sein Formtief überwunden und überzeugte am Samstag und Sonntag mit den Plätzen sechs und vier.

Komplettiert wird der Kader, den der DSV am Montag bekannt gab, durch Olympiasieger Andreas Wellinger und Stephan Leyhe. Der Willinger Leyhe tat sich auf seiner Heimschanze wie bereits in den Vorjahren schwer, ist aber gerade in den Teamspringen eine Bank. Wellinger dagegen wird sich strecken müssen, um einen der vier Quotenplätze pro Wettbewerb zu ergattern.

Am Dienstagabend reist das deutsche Team an, am Mittwoch steht in Innsbruck das erste Training auf dem Programm. „Wir nehmen die Emotionen mit. Ich bin froh, dass die letzte Emotion positiv ist“, sagte Schuster. (sid)

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