Football

Brady hat noch nicht genug

Der Star-Quarterback verlängert mit 42 seinen Vertrag bei den New England Patriots und peilt seinen siebten Super Bowl an.

Tom Brady hat den Beleg des Irrtums bis heute aufbewahrt. Auf seiner Draft-Karte aus dem Jahr 2000 steht die inzwischen legendäre „199“ – die Position, an der er ausgewählt wurde. 198 Spieler wurden vor ihm aufgerufen. „Vergiss nie, woher du kommst“, twitterte Brady am Sonntag, dazu ein Foto der ominösen Karte. Aus der Nummer 199 ist längst die Nummer eins geworden. 19 Jahre und sechs Super-Bowl-Siege nach dem Start seiner Footballkarriere hat „TB12“ noch lange nicht genug.

Wie ESPN und das NFL Network am Sonntag berichteten, hat der seit Freitag 42-Jährige seinen Vertrag bei den New England Patriots um zwei weitere Jahre verlängert. Ursprünglich wäre sein Arbeitspapier bei der Franchise aus Foxborough nahe Boston nach der kommenden Saison ausgelaufen. Offiziell bestätigt ist der Deal noch nicht, die Patriots haben die Medienberichte aber bereits auf ihrer eigenen Website veröffentlicht.

Sein Gehalt für die kommende Spielzeit wird demnach von 15 Millionen Dollar (rund 13,45 Millionen Euro) auf 23 Millionen angehoben. In den beiden Jahren darauf verdient er den Berichten zufolge 30 beziehungsweise 32 Millionen. Diese Summen können aber je nach Leistung und sportlicher Entwicklung noch angepasst werden. Bis 45 wolle er spielen, hatte Brady mehrfach betont. Bei Ablauf seines neuen Vertrages wäre er 44. Sportlich zählt Brady noch lange nicht zum alten Eisen.

Erst im Februar gewann er in Atlanta gegen die Los Angeles Rams (13:3) seinen sechsten Super Bowl, kein anderer Spieler kommt an diesen Wert heran. Brady und Headcoach Bill Belichick gelten als das kongenialste Duo in der Geschichte der NFL. Belichick war es, der den damals 22-Jährigen im Jahr 2000 auswählte – und ihn zur Legende formte.

„Ich schätze das Team und die Chance, die sie mir 2000 gegeben haben“, sagte Brady erst am Mittwoch. Er ermöglichte es seinem Team aber auch immer wieder, Geld für Topspieler auszugeben. Im Gegensatz zu vielen anderen Quarterbacks verzichtete der gebürtige Kalifornier auf die großen Summen, um mehr Gehaltsspielraum für ein starkes Team zu lassen. Der Erfolg spricht für sich.

In der kommenden Spielzeit muss sich Brady aber auf Veränderungen einstellen. Tight End Rob Gronkowski, über viele Jahre Bradys bevorzugte Anspielstation, hat seine Karriere beendet. Bereits im Super Bowl war die Offensive nicht so stark wie gewohnt, Brady blieb in seinem neunten Endspiel erstmals ohne Touchdown-Pass. Ein starker Julian Edelman und eine überragende Defensive sicherten den Sieg. (sid)

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