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Timo Boll trifft im EM-Halbfinale auf seinen Landsmann Patrick Franziska.

Tischtennis

Boll gegen Franziska: Deutsches Duell im EM-Halbfinale

Die deutschen Tischtennis-Stars können am letzten EM-Tag noch zwei weitere Titel holen. Timo Boll und Patrick Franziska stehen im Einzel-Halbfinale, Kristin Lang und Nina Mittelham sogar schon im Doppel-Endspiel. Für einen großen Namen ist die EM dagegen vorbei.

Tag der Extreme für das deutsche Tischtennis-Team bei der EM in Alicante: Rekord-Europameister Timo Boll und Aufsteiger Patrick Franziska erreichten das Halbfinale im Herren-Einzel und machen dort am Sonntag ab 12.30 Uhr in einem deutschen Duell den Endspiel-Teilnehmer aus.

Das Damen-Doppel Kristin Lang und Nina Mittelham hat das Finale sogar schon erreicht.

World-Cup-Sieger Dimitrij Ovtcharov schied im Einzel dagegen schon in der Runde der letzten 16 aus. Die lange verletzte Nummer fünf der Weltrangliste verlor gegen den 42-jährigen Altmeister Wladimir Samsonow aus Weißrussland in 2:4 Sätzen und sagte danach: „Natürlich hatte ich mir von der EM mehr erhofft als das Achtelfinale. Aber meine Leistungsstärke ist eben noch nicht konstant genug.“

Der Weltranglisten-Vierte Boll kann dagegen seinen Trainingsrückstand nach einer Halswirbel-Verletzung immer besser kompensieren. Am Samstag gewann er zunächst gegen den Mitfavoriten Liam Pitchford aus England mit 4:2 und dann am Abend auch gegen den Österreicher Daniel Habesohn mit 4:0. „Ich habe heute ein Quäntchen besser gespielt als gestern“, sagte der 37-Jährige danach.

Der in Alicante an Nummer fünf gesetzte Franziska siegte im Viertelfinale schon einmal in einem ersten deutschen Duell mit Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) 4:1. „Dieser Einzug in ein EM-Halbfinale bedeutet mir sehr viel“, sagte der 26-Jährige.

Sein Halbfinal-Aus im Doppel an der Seite des Dänen Jonathan Groth gehörte dagegen zu den deutschen Enttäuschungen dieses vorletzten EM-Tages. Die Titelverteidiger müssen sich genauso mit der Bronzemedaille begnügen wie Ruwen Filus und Ricardo Walther. Zudem schieden in Petrissa Solja, Han Ying und Sabine Winter die letzten deutschen Spielerinnen im Viertelfinale ihres Einzel-Wettbewerbs aus.

Die zweite Goldmedaille nach Filus und Han im Mixed können dafür am Sonntag ab 15.30 Uhr Lang und Mittelham im Damen-Doppel holen. Nach ihrem Halbfinal-Sieg gegen Ni Xia Lian und Sarah de Nutte aus Luxemburg treffen die Bundesliga-Spielerinnen aus Kolbermoor und Berlin im Endspiel auf Sofia Polcanova (Österreich) und Jana Noskowa (Russland). „Jetzt möchte ich natürlich meinen Titel verteidigen, den ich 2016 noch mit Sabine Winter gewonnen habe“, sagte Lang.

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