Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gladbachs Stürmer Bobadilla

Bobakannesdoch

  • VonDaniel Theweleit
    schließen

Bei allen vier Toren half die Bremer Defensive zwar freundlich mit, doch Raul Bobadillas große Begabung war trotzdem zu sehen in diesen "verrückten Spiel". Der Doppeltorschütze und Doppeltorvorbereiter war zufrieden mit sich und der Welt. Von Daniel Theweleit

Über die beiden spektakulärsten Aktionen von Raul Bobadilla sprach niemand mehr, nachdem der 4:3-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen abgepfiffen war und der argentinische Stürmer sich stolz von Kamera zu Kamera schicken ließ, um seine frisch erlernten Deutsch-Kenntnisse zu präsentieren. "Super Tag, super Spiel", sagte der Doppeltorschütze und Doppeltorvorbereiter. Bei allen vier Toren hatte die Bremer Defensive zwar freundlich mitgeholfen, doch Bobadillas große Begabung war trotzdem zu sehen in diesen "verrückten Spiel" (Gladbachs Sportdirektor Max Eberl). Zwei mal versuchte Bobadilla, Tim Wiese zu überlupfen, einmal verfehlte sein Schuss den Winkel nur knapp, einmal kratzte der Bremer Torhütern den Ball noch von der Linie, das waren wirklich bemerkenswerte Stürmeraktionen.

Mit etwas mehr Fortune hätte Bobadilla an diesem Nachmittag also vier oder gar fünf Tore erzielt, aber auch ohne diese maximale Ausbeute war er am Ende überglücklich. Denn er hatte es seinen Kritikern gezeigt. "Boba hatte eine schwere Zeit, die Öffentlichkeit hat schon angefangen zu schreiben, der Vier-Millionen-Mann, der keine Tore schießt", sagte Mitspieler Tobias Levels, "diesen Leuten hat er jetzt erstmal einen Maulkorb verpasst." Gerade in der Woche vor dem Spiel hatten einige Zeitungen sich den 22-Jährigen Stürmer explizit vorgeknöpft.

Der hatte zwar meist gut gearbeitet, hatte seinen bulligen Oberkörper, auf dem großformatige Porträts seiner Mutter und seines Vaters tätowiert sind, effizient in den Dienst der Mannschaft gestellt, hatte viele gute Pässe gespielt, doch seine beiden Torvorlagen und sein bis dahin einziger Saisontreffer stammten aus den ersten Wochen des Spieljahres. "Stürmer sind da schon ein bisschen eigen", sagte Trainer Michael Frontzeck, "sie denken, dass das Spiel nur aus Toreschießen besteht", Bobadilla hatte also gelitten. In der Winterpause habe er sich vorgenommen, "jetzt kommt ein neues Jahr und neue Tore", der Anfang ist gemacht. Doch auf solch eine indisponierte Abwehr trifft man in der Bundesliga nur alle paar Jahre mal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare