Tennis

Ein bisschen Matchpraxis

Deutscher Tennis Bund zieht nach Turnierserie positive Bilanz.

Das Ende ihrer mehrwöchigen Turnierserie hatten sich die Macher beim Deutschen Tennis Bund ein bisschen anders vorgestellt. Bei den Frauen mussten die beiden prominentesten Namen, Laura Siegemund und Anna-Lena Friedsam, bei der Endrunde passen, bei den Männern wurden beide Finals wegen Verletzungen abgebrochen. So endete die Mammutveranstaltung, die Anfang Juni begonnen hatte, mit einem kleinen Makel. Das Fazit des Verbandes fiel dennoch positiv aus. „Ich denke, die Serie hat ihren Zweck erfüllt. Es war die richtige Aktion zur richtigen Zeit“, sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff.

Ziel des DTB war es, den deutschen Tennisprofis in Zeiten der Corona-Krise Matchpraxis und ein paar Einnahmen zu ermöglichen. So konnte sich Yannick Hanfmann nach seinem Finalerfolg gegen den am Ende verletzten Oscar Otte über einen Siegercheck in Höhe von 8000 Euro freuen. Da die weltweite Tennistour seit Mitte März pausiert und nach wie vor unklar ist, wann und wo der Normalbetrieb wieder aufgenommen wird, gab es immerhin etwas Geld, um über die Runden zu kommen.

Hanfmann ist ein Paradebeispiel dafür, für wen die Serie gedacht war. Nummer 143 der Welt, normalerweise auf der Challenger-Tour ohne die großen Stars unterwegs – diese Profis sollten unterstützt werden. „Das Niveau der Spiele war überwiegend gut, alle Partien wurden live im Tennis Channel übertragen. Für das Tennis in Deutschland war das eine gute Sache“, sagte Hordorff. Hin und wieder gab es Kritik, dass die Stars wie Alexander Zverev oder Angelique Kerber nicht dabei waren. Doch mit ihnen hatte der DTB auch gar nicht geplant. Weder sportlich noch finanziell hätte die Teilnahme für die beiden Sinn gemacht. Kerber bereitet sich in ihrer polnischen Wahlheimat Puszczykowo auf den Tag X vor, Zverev testet in Monte-Carlo seinen neuen Trainer David Ferrer.

Beim DTB dürften sie zudem froh gewesen sein, den Rummel um Zverev bei der eigenen Serie nicht moderieren zu müssen. So lag der Fokus auf denen, für die die Veranstaltung gedacht war. „Ich hoffe, dass das eine einmalige Sache war und wir bald wieder international Tennis spielen“, sagte Hordorff. (dpa)

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