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Superbowl

Ein bisschen kleiner, aber immer noch gigantisch

Beim Superbowl ist erstmals noch Zeit für Werbespots zu haben und die Schwarzmarktpreise sinken. Von Arnd Festerling

Natürlich geht in den USA nichts ohne den neuen Präsidenten, bedeutendes jedenfalls, und schon gar nicht das bedeutendste Sportereignis des Jahres. Das Finale der Football-Saison einigt die USA, wie nichts anderes - außer vielleicht der Vereidigung des neuen Präsidenten. "Wie sonst nur Weltkriege und Rocky-Filme zählt auch der Superbowl in römischen Ziffern", spottet ein US-Journalist. XLIII ist nun an der Reihe, 43 also.

Barack Obama wird vor dem Spiel in Tampa/Florida zwischen den favorisierten Pittsburgh Steelers (bisher fünf Siege in sieben Finalteilnahmen) und den Arizona Cardinals (erstes Finale überhaupt) interviewt. Schließlich hören vermutlich mehr als 90 Millionen Amerikaner zu, 97 Millionen hockten 2008 vor der Glotze. Mr. President drückt Pittsburgh die Daumen. Und das, wie er launig bemerkte, obwohl Cardinals-Spielmacher Kurt Warner (37) ihm altersmäßig näher sei, als jeder andere auf dem Feld. Aber schließlich hat Steelers-Besitzer Dan Rooney, ein eingefleischter Republikaner, ihn mit Geld und guten Worten im Wahlkampf unterstützte.

Natürlich ist das Finale ein herausragendes sportliches Ereignis, aber schon 1992 warnte Sports Illustrated, eines Tages werde der Superbowl ein Football-freies Programm mit den besten Entertainern, fantastischsten Werbespots und einem tollen Feuerwerk sein. Tatsächlich ist das Spiel auch eine Leistungsschau wirtschaftlicher Potenz. Die kulturelle (musikalische) Seite bestreiten die angesagtesten Stars: Am Sonntag tritt Bruce Springsteen auf, der Sangesteil bleibt also locker auf höchstem(und teuerstem) Niveau. Wirtschaftlich sieht das anders aus - der SB XLIII wird längst Recession-Bowl genannt. Freilich produzieren die Konzerne weiter Werbespots eigens für den Superbowl. 30 Werbesekunden kosten immer noch satte 2,9 Millionen Dollar, aber erstmals seit Menschengedenken waren am Donnerstag noch zweimal 30 Sekunden Werbung zu haben.

Auf die Abwehr kommt es an

1000-Dollar-Karten kosten derzeit 2600 Dollar, 2007 waren es noch 3700 - und etliche Zwischenhändler fürchten, man müsse noch auf den Einstandspreis runtergehen. Die 55 000 Hotelbetten in Tampa sind fast ausgebucht, aber auch "fast" ist ein Zeichen der Krise. Überdies müssen die Fans auf geschätzte Schmankerl verzichten. Sowohl die Unterwäsche-Gurus von Victorias Secret wie auch die Keine-Wäsche-Marktführer vom Playboy haben ihre gigantischen, öffentlichen Partys einfach abgesagt. Kein Geld.

Tampa erwartet dennoch 100 000 Besucher zum Spiel der Spiele, 72 500 davon passen ins Stadion. Da werden sie Pittsburgh gewinnen sehen, weil auch im Football die Abwehr Meisterschaften gewinnt. Und Pittsburgh hat die Nummer-Eins-Verteidigung der Liga. Wer in der Nacht zum Montag zuschaut, sollte darauf achten, wie viel Zeit Cardinals-Spielmacher Warner zum Werfen hat. Er ist bemerkenswert schnell, aber das ist auch die Abwehr der Steelers. Wenn Warner von den Spielern seiner Offensiv-Linie zu wenig Zeit bekommt, wird es eine lange Nacht - auch für die Cardinals. Seite 48

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