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Biathlon-Star aussortiert – er durchschritt „dunkelstes Tal“

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Von: Melanie Gottschalk

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Johannes Dale wurde vergangene Saison aus dem norwegischen Team aussortiert, in diesem Jahr ist er wieder ganz oben auf dem Podest.
Johannes Dale wurde vergangene Saison aus dem norwegischen Team aussortiert, in diesem Jahr ist er wieder ganz oben auf dem Podest. © Christian Manzoni/imago

Vergangene Saison verpasste Biathlon-Star Johannes Dale Olympia 2022 – aufgrund mangelnder Leistung. Nun ist er wieder ganz oben angekommen. 

Bohinj - Für den norwegischen Biathlon-Star Johannes Dale war die vergangene Saison ein Desaster. Nach dem ersten Renn-Wochenende im schwedischen Östersund wurde er aus dem Team aussortiert – wegen mangelnder Leistung. Das hatte weitreichende Folgen für ihn, er verpasste Olympia 2022 in Peking.

„Natürlich dachte ich, dass das passieren könnte. Es kommt nicht aus heiterem Himmel“, sagte Dale damals gegenüber dem norwegischen Sender TV2: „Ich hatte die Hoffnung, dass ich ein weiteres Wochenende bekomme, um zu zeigen, was ich eigentlich kann, aber ich bin nicht schockiert oder unglaublich wütend.“

Biathlon: Johannes Dale wieder ganz oben angekommen

Ein Jahr später ist der Norweger Johannes Dale wieder ganz oben im Biathlon-Weltcup angekommen. Im letzten Weltcup-Rennen des Jahres in Frankreich, ein Massenstart, stand er am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Ein triumphierender Moment für den 25-Jährigen in diesem WM-Winter, es war bereits sein zweiter Einzelsieg der Saison.

„Im normalen Leben kann man schlimmere Dinge erleben, aber aus sportlicher Sicht habe ich einige der härtesten Dinge erlebt, die man erleben kann“, blickte Dale in der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang auf die vergangene Biathlon-Saison zurück. Er habe das „dunkelste Tal“ durchschritten.

Biathlon: Mentaltrainer hilft Johannes Dale aus „dunkelstem Tal“

„Es macht mich stolz, diese Kehrtwendung aus dem dunkelsten Tal geschafft zu haben. Ich könnte nicht viel mehr verlangen“, sagte Dale. Geholfen habe ihm dabei auch der Kontakt zu Mentaltrainer Öyvind Hammer, der schon mit der norwegischen Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen zusammenarbeitete und ihn während seiner Karriere begleitete. Hammer habe Dale geholfen, einen Blick von außen auf den Biathlon-Zirkus zu bekommen.

Ab Mitte Februar 2023 steht in Oberhof die Biathlon-Weltmeisterschaft an. Dann wird auch sicher Johannes Dale wieder angreifen, der bei den Weltmeisterschaften 2020 und 2021 bereits zwei Silber- und eine Bronzemedaille gewinnen konnte. (msb)

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