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Langjähriger Schumacher-Wegbegleiter Ecclestone über Mick: „Wenn Michael hier wäre...“

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Von: Christoph Klaucke

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Mick Schumacher muss sich in der Formel 1 harte Kritik gefallen lassen. Jetzt springt ihm ein ehemaliger Wegbegleiter seines Vaters Michael zur Seite.

München – Mick Schumacher hat es nicht leicht in seiner zweiten Saison in der Formel 1. Nach einem Lehrjahr im unterlegenen Haas hat er in dieser Saison ein konkurrenzfähiges Auto. Mit den ersten Punkten sollte es aber immer noch nicht klappen.

Stattdessen verursachte der 23-Jährige einige Unfälle. Schumacher musste sich harte Kritik gefallen lassen. Sein eigener Teamchef Günther Steiner zählte ihn sogar öffentlich an, über einen vorzeitigen Rauswurf wurde spekuliert.

In dieser schweren Zeit könnte Mick natürlich die Unterstützung seines Vaters Michael Schumacher gut gebrauchen. Doch der siebenmalige Weltmeister ist nach seinem Skiunfall vor über acht Jahren dazu leider nicht in der Lage. Ein langjähriger Wegbegleiter Schumachers ist sich sicher, dass die Situation anders aussehen würde, wäre Schumi noch der Alte.

Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999 (Alter 23 Jahre), Genolier, Schweiz
Team: Haas F1
Rennen in der Formel 1: 30 (Stand 24. Juni)
WM-Punkte: 0

Michael Schumacher: Bernie Ecclestone wünscht Mick seinen Vater als Helfer

„Wenn Michael hier wäre, würde er Günther zeigen, wo es langgeht. Das würde sehr helfen“, sagte Bernie Ecclestone in einem Interview von RTL/ntv. Der Brite kennt Michael Schumacher aus seiner langjährigen Zeit als Formel-1-Chef und bedauert das Fehlen des Vaters an der Seite des jungen Rennfahrers.

Michael Schumacher hatte Sohn Mick auf seinen ersten Schritten als Rennfahrer eng begleitet. Dass sein Vater seit seinem tragischen Skiunfall nicht mehr als Ratgeber dabei sein kann, hatte auch Mick Schumacher mehrfach öffentlich bedauert. Es gäbe so viel zu bequatschen. „Ich würde alles aufgeben, nur für das“, hatte er in einer Netflix-Doku gesagt.

Michael Schumacher war 2013 beim Skifahren in den französischen Alpen schwer verunglückt. Von dem schweren Schädel-Hirn-Trauma, das er bei einem Sturz auf einen Felsen erlitten hatte, erholt sich der Rekord-Weltmeister weiter abgeschottet von der Öffentlichkeit im Kreis seiner Familie. Details über den Gesundheitszustand des 53-Jährigen sind nicht bekannt.

Michael Schumacher und Bernie Ecclestone kennen sich bestens aus gemeinsamen Zeiten in der Formel 1.
Michael Schumacher und Bernie Ecclestone kennen sich bestens aus gemeinsamen Zeiten in der Formel 1. © Oliver Multhaup/dpa

Mick Schumacher: Unterstützung von Bernie Ecclestone

Mick sei aktuell in einer schwierigen Lage, urteilte Ecclestone. „Wenn er das Team verärgert und sie ihn rausschmeißen, dann stellt sich die Frage: Ist ein anderes Team bereit, ihn aufzunehmen? Er leidet also ein wenig und hofft, dass ihm jemand eine Chance gibt“, sagte der 91-Jährige.

Die Kritik von Teamchef Steiner an Schumacher hält Ecclestone für falsch. „Er braucht jemanden, der ihm hilft und ihn nicht zu viel kritisiert“, sagte der frühere Formel-1-Geschäftsführer. Beim letzten Rennen in Kanada zeigte Schumacher eine starke Reaktion und lag auf Punktekurs, bis ihn ein Motorschaden ausbremste. Sein Haas-Team wird vor dem nächsten Grand Prix in Großbritannien von Ex-Kollege Nikita Mazepin verklagt. (ck/dpa)

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