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Kommt er etwa ins Grübeln und lotet eine Sonderlösung für die Iren aus? Fifa-Boss Sepp Blatter.
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Kommt er etwa ins Grübeln und lotet eine Sonderlösung für die Iren aus? Fifa-Boss Sepp Blatter.

Irland will als 33. Team zur WM

Belächelte Pläne

Die durch den Handpass des Franzosen Henry in der WM-Qualifikation gescheiterten Iren geben die Turnierteilnahme nicht auf. Sie wollen nun als 33. Team nach Südafrika. Aber Fifa-Chef Blatter kann darüber nur schmunzeln.

Am Montag tickerte über die Nachrichtenagenturen, Irland wolle partout nicht auf die WM-Teilnahme verzichten und habe deshalb eine ungewöhnliche Bitte an die Fifa geäußert: Nach dem Skandalspiel in Frankreich - als der Franzose Thierry Henry beim entscheidenden Pass zum maßgeblichen Treffer des Spiels mit der Hand nachgeholfen hatte -, und dem damit verbundenen Scheitern in der WM-Qualifikation wollten die Iren nun als 33. Mannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen.

Der irische Verband FAI habe, so hieß es, dem Fußball-Weltverband deshalb einen Brief geschrieben und gefragt: "Können wir bei der WM Team Nummer 33 sein?" So jedenfalls teilte es der bereits für die Auslosung der WM-Gruppen am Freitag in Südafrika weilende Fifa-Präsident Sepp Blatter am Montag höchstpersönlich mit. Und: Das Thema werde an diesem Mittwoch bei der Sitzung des Exekutivkomitees behandelt. Mehr könne er nicht tun, mehr läge nicht in seinem Ermessen.

Und ob.

Es gab dann auch Gelächter im Saal, weil jeder der Anwesenden wusste: Diesen Plan können sich die Iren getrost abschminken. Der Zug zur WM ist abgefahren. Beim nächsten Mal vielleicht, in Brasilien. Zwar bestätigte die Fifa der Frankurter Rundschau am Montag, "dass das Fifa-Exekutivkommittee an seiner Sitzung vom 2. Dezember den Antrag des Irischen Fussballverbandes behandeln wird". Aber der Iren Bitte wird abgeschmettert werden, da muss man kein Augur sein.

Das war auch aus Blatters Auftritt am Montag herauszuhören. Was würde im Fall des positiven Bescheids für Irland bloß für eine Lawine auf die Fifa zurollen? Costa Rica stünde zum Beispiel ganz sicher auf der Matte, mussten die Mittelamerikaner in der WM-Qualifikation doch ein Abseitstor gegen Uruguay hinnehmen. Costa Rica also als 34. Team zur WM?

Im entscheidenden Qualifikationsspiel der Franzosen gegen Irland am 18. November hatte Thierry Henry den Ball mit der Hand gespielt, ehe er ihn zum Torschützen William Gallas schob. Mit dem 1:1 war Frankreich nach dem 1:0-Hinspielsieg für die WM qualifiziert. Den Antrag der Iren auf eine Wiederholung der Partie hatte die Fifa nachvollzogen, aber trotzdem abgelehnt. "Natürlich waren sie unglücklich darüber, was passiert ist und haben sehr demütig gefragt, ob sie als 33. Team zur WM können", sagte Blatter bei der Pressekonferenz am Montag.

Kommen die Torrichter?

Auch wenn die Iren die WM-Spiele nur vor der Glotze verfolgen werden können, wenigstens denkt die Fifa nach dem Vorfall laut Blatter über Regeländerungen nach: So könnten bereits bei der WM die sogenannten Torrichter zum Einsatz kommen, oder das System der Playoff-Spiele in Gänze reformiert werden. "In einem Match entscheidet sich, ob du dabei bist oder nicht. Das ist nicht der Geist, der hinter dieser WM stehen sollte", sagte der Schweizer und kritisierte damit die Praxis, nach Abschluss der Vorrunde die letzten freien WM-Plätze in Relegationsspielen zu vergeben.

Zum Thema Torrichter, die derzeit in der Europa League getestet werden, sagte Blatter: "Es ist möglich, dass wir für die WM zusätzliche Offizielle einsetzen werden. Aber wir müssen sehen, ob das praktikabel und realistisch ist." (mwa)

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