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Blickfang in Monte Carlo: Pamela Anderson.

Luxus bei der Formel 1

Baywatch mit Pamela und Albert

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Im Fürstentum Monaco feiert die Formel 1 einmal im Jahr mit den Schönen und Reichen dieser Welt.

Genau wie früher auf der Rennstrecke: Eddie Irvine geht zum Angriff über. Der leicht handgreifliche Flirt des früheren Formel-1-Fahrers und Fast-Weltmeisters von 1999 mit der Rettungsschwimmerin Pamela Anderson wird von einem Stakkato der Kameraklicks begleitet. Der Ire trägt das Haupthaar blondiert, genau wie die US-Schauspielerin.

Es ist nicht die Bucht von Malibu, wo der Mann, der einst Girls und Guiness als seinen Lebensinhalt bezeichnete, die Hand galant um die Hüfte des Stargastes legt. Es ist der Beach-Club eines monegassischen Luxushotels, in dem sich Fürst Albert II. tatsächlich nur als Attraktion Nummer zwei fühlen muss. Das liegt natürlich auch daran, dass Pamela Anderson gerne zeigt, dass die plastische Chirurgie sehr wohl in der Lage ist, sehr haltbare und sehr schöne menschliche Teile zu formen. Die 50-Jährige ist zweifellos nicht nur dort gut in Form, wo die Anatomie auch die Bronchien verortet.

Es ist eine laue Sommernacht am Strand von Monte Carlo, in der es unter anderem um Bademoden, von Formel-1-Piloten wie Deutschlands schönstem, Pascal Wehrlein, präsentierte Abendgarderoben und natürlich um sehr viel Geld geht. Irgendwie geht es auch um die Formel 1, deren immense PR-Bedeutung für das Miniatur-Fürstentum sich daran erkennen lässt, dass der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart direkt neben seinem guten Freund Albert in der ersten Reihe sitzen darf, eingerahmt von Ross Brawn, der einige geniale Ideen zu Michael Schumachers sieben Champions-Titeln beitrug. Neben „the brain“, dem Superhirn, sitzt Chase Carey, der neue Boss der Formel 1, der den Paten Bernie Ecclestone ablöste.

Bevor bei sternenklarem Himmel und ruhiger See abgerockt wird, geht es wie schon erwähnt ums liebe Geld, für einen guten Zweck. Jackie Stewart, in der Familie selbst von der Krankheit betroffen, hat eine Wohltätigkeitsstiftung mit dem Namen „Race against dementia“ gegründet. Es gibt keinen besseren Platz für Party und Kohle als jenen am Strand von Monte Carlo. So wie Pamela Anderson gerne zeigt, was sie hat, gibt es in dem Operettenstaat an der Cote d’ Azur nicht die geringste Scheu davor, den Reichtum bevorzugt in Fortbewegungsmitteln herumzukutschieren, die in deutschen, britischen oder italienischen Edel-Autoschmieden kreiert wurden.

In der Amber Lounge, einem von Eddie Irvines Schwester Sonja gegründeten Party-Veranstalter an exklusiven Formel-1-Rennstrecken, wird der Reichtum durch einfaches Heben der Hand zelebriert. Ein britischer Profi-Auktionator, ausgestattet mit dem für die Inselbewohner eigenen schwarzen Humor, bringt unter anderem eine Himalaya-Expedition – „das Erlebnis ihres Lebens, falls sie es überleben“ – für schlappe 90 000 Euro unter die spendierfreudigen Leute.

Für 180 000 Euro erwarb ein Bieter das Recht, sich für ein Rennwochenende in Silverstone von Sir Jackie Stewart begleiten zu lassen. Dagegen kaum der Rede wert sind die 11 000 Euro, die ein üppig gegelter älterer Herr für zehn Flaschen Champagner auf den Tisch des Hauses blätterte. Fürs Gucken von Elefanten und anderen großen Tieren in Botswana/Sambia investierte ein Spender 30 000 Euro. Die ganze Auktion dauerte kaum mehr als eine halbe Stunde, brachte der Stiftung des einstigen Gentleman-Rennfahrers aber die allen Tariflöhnern den Atem raubende Summe von 450 000 Euro ein.

Dem Fürsten hat’s gefallen. Er spendete hoch erfreut für jeden Euro Beifall. Schade nur, dass er seine reizende Gattin Charlene nicht mitgebracht hatte. Die ehemalige südafrikanische Hochleistungsschwimmerin hätte beim Baywatch in Monte Carlo bestimmt eine überragende Figur gemacht.

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