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Max Kepler.

Baseball

Kepler würde auch für das Mindestgehalt spielen

Max Kepler ist zum bestbezahlten deutschen Baseball-Spieler der Geschichte aufgestiegen. Der Berliner spielt bei den Minnesota Twins künftig eine zentrale Rolle.

Baseball-Profi Max Kepler gehört zu den am besten bezahlten deutschen Sportlern in den USA. Von den Minnesota Twins wurde der Berliner vor der am Donnerstag beginnenden Saison in der Nordamerika-Liga MLB zum ersten Schlagmann befördert. Ausgestattet mit einem neuen Fünfjahresvertrag, der mit 35 Millionen Dollar (30,9 Millionen Euro) dotiert ist, darf sich Kepler als eine der Zukunftshoffnungen der Twins fühlen. „Ich würde auch für das Mindestgehalt spielen. Ich bin einfach nur froh, meiner Leidenschaft nachgehen zu dürfen“, beteuerte der 26-Jährige indes.

Es ist Keplers vierte Spielzeit in der Major League Baseball. „Es ist toll, jeden Tag als erster Spieler an der Platte zu stehen und zu versuchen, den ersten Punkt zu erzielen“, sagte Kepler der „Star Tribune“ über seine neue Position. „Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und ich genieße es“, fügte er hinzu.

Die neue Rolle als „Leadoff Hitter“ in der sogenannten Batting Order - die Reihenfolge der Spieler der angreifenden Mannschaft – sowie die Vertragsverlängerung sind Zeichen dafür, dass die Twins langfristig auf die Dienste des Deutschen setzen. Der Sportjournalist und Buchautor Aaron Gleeman erklärte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass Kepler ein wichtiger Baustein in den Zukunftsplänen der Twins sei.

„Er ist ein talentierter Athlet, der bereits jetzt schon viele Aspekte des Spiels ausgezeichnet beherrscht“, so Gleeman. „Ausschlaggebend in Keplers weiterer Entwicklung wird die Verbesserung seines Schlagdurchschnitts sein.“

Sein Agent Paul Cobbe findet jedoch, dass bei dem Blick auf diesen Durchschnitt viel übersehen wird. „Es gibt wahrscheinlich zehn verschiedene Bereiche, in denen sich Max verbessert hat. Und er ist erst 26 Jahre alt“, sagte Cobbe zur Vertragsverlängerung seines Schützlings. Der Berliner zählt noch zu den jüngeren Spielern der MLB. Offiziellen Angaben zufolge lag das Durchschnittsalter 2016 bei 28,6 Jahren – deutlich über dem der Fußball-Bundesliga (2018: 24,4).

Kepler selbst scheint sich trotz des Millionendeals keinen unnötigen Druck zu machen. „Ich glaube nicht, dass das Geld mich verändern wird. Ich werde mich genauso ins Zeug legen wie zuvor“, erklärte der Outfielder.

Kepler, der im jungen Alter von 16 Jahren seinen ersten Vertrag in Minnesota unterzeichnet hatte, durchlief das Farmsystem der Twins und gehört seit 2016 fest zum Kader des MLB-Teams. „Ich hatte zu Beginn oft meine Zweifel. Ich habe mir oft gedacht, vielleicht hätte ich besser zum Studieren aufs College gehen sollen, um für die Zukunft besser abgesichert zu sein“, sagte Kepler. Diese Zweifel gehören mittlerweile der Vergangenheit an.

Zum Saisonauftakt empfangen die Twins den Divisions-Rivalen Cleveland Indians für eine Drei-Spiele-Serie im heimischen Target Field. Gleeman ist zuversichtlich, das sich Minnesota in dieser Saison durchaus Chancen auf die Playoffs ausrechnen darf. „Meine Vorhersage sind 85 Siege. Dies sollte für einen Wildcard-Platz reichen“, sagte Gleeman. Zuletzt konnten sich die Twins 2017 für die Playoffs qualifizieren. (dpa)

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