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Wohin fliegt der Ball?
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Wohin fliegt der Ball?

Fußball-Europameisterschaft

Der Ball ist schlecht, nicht Lehmann

Sucht Jens Lehmann nach Ausreden, warum er zuletzt so unsicher wirkte? Der neue Ball von Adidas habe unvorhersehbare Flugeigenschaften, sagt der National-Torwart schon länger.

Von Jan Christian Müller

Palma de Mallorca. Es sieht jetzt so aus, als würde Jens Lehmann nach Ausreden suchen, warum er zuletzt so unsicher wirkte. Der deutsche Torwart hat die seiner Meinung nach unvorhersehbaren Flugeigenschaften des neuen Balls von Adidas kritisiert. Aber, das muss man zu Lehmanns Verteidigung anführen, er hat das nicht erst nach seiner unkoordiniert wirkenden Leistung beim 2:2 gegen Weißrussland getan.

Schon vier Tage vorher, im Gespräch mit Journalisten, hat Lehmann den "Europass" kritisiert: "Der Ball ist noch mal schneller, und er flattert auch. Ich glaube, die Entwicklung ist nicht gut für die Schönheit des Spiels. Die Mannschaften werden versuchen, irgendeinen Schützen freizukriegen und der muss nur noch draufschießen, weil der Ball so schnell und unberechenbar ist, dass nicht mehr die besten Techniker, sondern die besten Fernschützen gefordert sind." Deutliche Worte. Es hat nur zu diesem Zeitpunkt niemanden interessiert.

Als dann die Diskussion Fahrt aufnahm, hat sich Adidas-Sprecher Oliver Brüggen eilig gemeldet und gesagt, dass "umfangreiche unabhängige Tests" der Kunststoffkugel "perfekte Flugeigenschaften" attestiert hätten. Dazu muss man wissen, dass Lehmann in der englischen Premier League Bälle von Adidas-Konkurrent Nike hielt.

Diesen Ball würde Lehmann, selbst, wenn er ihm nicht gefiele, öffentlich nicht kritisieren. Denn Lehmann trägt Handschuhe von Nike. Er wird dafür bezahlt und hat sehr darum gekämpft, sie auch in der Nationalelf tragen zu dürfen und nicht die von Adidas. Schon vor der WM 2006 kritisierte Lehmann den Adidas-Ball "Teamgeist", wehrte ihn dann aber nicht nur im Elfmeterschießen gegen Argentinien mehrfach ab.

Der Leverkusener Torwart Rene Adler trainiert und spielt seit Monaten regelmäßig problemlos mit dem neuen Adidas-Ball. Er hat seine Beckenprellung überwunden und sah im Training nicht so aus, als könne er die Flugbahn nicht voraussehen.

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