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„Werden nicht getestet“: Zverev heizt Corona-Debatte bei Australian Open neu an

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Von: Sophia Lother

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Alexander Zverev reagiert auf einen Ballwechsel bei den Australian Open 2022.
Alexander Zverev reagiert auf einen Ballwechsel bei den Australian Open 2022. © Hamish Blair/dpa

Der Tennis-Profi Alexander Zverev nennt Details zu Corona-Regelungen bei den Australian Open 2022. Er rechnet mit mehr positiven Fällen, als bereits bekannt sind.

Melbourne – Die Australian Open sorgen in nie bisher dagewesenem Maß für Schlagzeilen. Der Fokus bisher: Tennis-Star Novak Djokovic. Er war ohne Corona-Impfung eingereist, um dort an den Australian Open 2022 teilzunehmen. Die Causa Djokovic landete nach mehreren Instanzen schließlich vor dem australischen Bundesgericht, das die Annullierung seines Visums bestätigte. Der Serbe musste ausreisen.

Doch nun scheint sich ein weiterer Skandal anzubahnen. Und wieder steht die Pandemie im Mittelpunkt. Tennis-Profi Alexander Zverev findet deutliche Worte zu den Corona-Regelungen des Turniers in Melbourne.

Corona-Konzept der Australian Open 2022: Alexander Zverev wird deutlich

Denn obwohl die Pandemie auch vor Spitzensportlern nicht haltmacht, gibt es keine Testpflicht bei den Australian Open 2022. „Wir werden nicht getestet“, betonte Olympiasieger Zverev angesichts der Frage, ob er wegen eines Corona-Falls besorgt sei und vermutete: „Ich denke, wenn wir getestet würden, gäbe es wahrscheinlich mehr Positive, als es sie jetzt gibt.“

Der Meinung ist auch Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann: „Ich glaube auch, dass wenn du jetzt 128 Spieler testen würdest, den ein oder anderen positiven dabei hättest“. Zuletzt hatte der Franzose Ugo Humbert mitgeteilt, dass er nach seinem Aus in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers positiv getestet worden sei, bevor er aus Melbourne abreisen wollte.

Australian Open: Zverev sieht Verantwortung auch bei Tennis-Stars

Nach ihrer Ankunft in Australien müssen die Tennis-Profis einen PCR-Test ablegen. Nach fünf bis sieben weiteren Tagen steht ein Corona-Schnelltest an. Danach sind alle weiteren Testungen auf freiwilliger Basis. „Am Ende des Tages müssen wir als Spieler selber Verantwortung übernehmen“, findet Alexander Zverev und fügt hinzu: „Wir haben unsere eigenen Testkits, und jeder muss für sich selber diese Verantwortung tragen. Ich weiß, dass ich sie trage und das mache. Für die anderen Spieler kann ich das nicht entscheiden.“

Zverev selbst ist vorsichtig. Nach eigenen Angaben versucht der Profi, die Infektionsgefahr für sich so gut es geht einzugrenzen, und trifft Vorkehrungen. Neben den Selbsttests bestelle er sich sein Essen aufs Zimmer, um sich selbst zu schützen. Dennoch will er keine Kritik an den Regelungen rund um die Australian Open äußern. „Die Regierung hat entschieden, dass wir so leben wie alle Australier auch“, sagte der Hamburger: „Ich hoffe, dass alle Spieler und die Coaches drumherum auch ehrlich sind.“

Zwar sind Zuschauer bei dem Turnier zugelassen, wegen steigender Corona-Zahlen wurde die Kapazität wenige Tage vor Beginn des Turniers auf 50 Prozent begrenzt. Corona-Marshalls sollen kontrollieren, ob die Besucher ihre Masken korrekt tragen, konsequent umgesetzt wird das nicht, berichtet die dpa. (slo mit dpa/SID)

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