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Ausgangssperre in Baltimore: Baseball vor leeren Rängen

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Die Chicago White Sox und die Baltimore Orioles spielen ohne Publikum. Foto: John Taggart
Die Chicago White Sox und die Baltimore Orioles spielen ohne Publikum. Foto: John Taggart © John Taggart (EPA)

Baseball vor leeren Rängen: Aus Angst vor Ausschreitungen haben die Baltimore Orioles ihr Heimspiel in der Profiliga MLB gegen die Chicago White Sox ohne Zuschauer ausgetragen. Die Orioles gewannen 8:2.

Baseball vor leeren Rängen: Aus Angst vor Ausschreitungen haben die Baltimore Orioles ihr Heimspiel in der Profiliga MLB gegen die Chicago White Sox ohne Zuschauer ausgetragen. Die Orioles gewannen 8:2.

Das Spiel begann wegen der abendlichen Ausgangssperre ab 22.00 Uhr Ortszeit fünf Stunden früher. Nach Unruhen gilt in der US-Ostenküstenmetropole seit dem 29. April die Ausgangssperre. Hintergrund der Spannungen ist der Tod des 25-jährigen Afroamerikaners Freddie Gray. Er wurde am 27. April beerdigt worden. Gray war am 12. April festgenommen worden, erlitt in Polizeigewahrsam eine Rückenmarkverletzung und starb im Krankenhaus.

Nach Naturkatastrophen oder Terroranschlägen waren zuvor bereits MLB-Spiele abgesagt worden, Angaben der Liga zufolge war es jedoch das erste Spiel in der MLB-Geschichte ohne Zuschauer.

Die Liga-Verantwortlichen entschieden sich für ein Match vor leeren Rängen, weil im Spielplan kein Ausweichtermin zu finden war. Nicht weit vom Stadion entfernt war ein Geschäft in Flammen aufgegangen. «Ich bin froh, dass dort nicht Zehntausende Fans waren», sagte Larry Hogan, Gouverneur des Bundesstaates Maryland.

Der Manager der Orioles, Buck Showalter, rückte die Bedeutung des ungewöhnlichen Spiels in diesen Tagen zurecht. «Das zeigt, wie unwichtig das in vielerlei Hinsicht ist - verglichen mit manchen Dingen, die gerade passieren», sagte Showalter.

In den USA ist es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Übergriffen überwiegend weißer Polizisten gegen Farbige mit tödlichem Ausgang gekommen, denen dann heftige Proteste folgten. (dpa)

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