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Zwei Drittel aller gebärfähigen Frauen leiden an den Beschwerden - Oft auch eine Frage der Psyche.

Mit Ausdauersport gegen das Prämenstruelle Syndrom

Regelmäßiger Ausdauersport und eine ausgewogene Ernährung können die Beschwerden beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) lindern. Bei körperlicher Betätigung wie Schwimmen, Radfahren oder Walking mehrmals die Woche werden nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte im Körper vermehrt die Glückshormone Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, die die Stimmung heben.

Frankfurt/Main (ap). Regelmäßiger Ausdauersport und eine ausgewogene Ernährung können die Beschwerden beim Prämenstruellen Syndrom (PMS) lindern. Bei körperlicher Betätigung wie Schwimmen, Radfahren oder Walking mehrmals die Woche werden nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte im Körper vermehrt die Glückshormone Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, die die Stimmung heben.

Vollkornprodukte und viele essenzielle Fettsäuren auf dem Speiseplan verbesserten ebenfalls das Wohlbefinden. Empfehlenswert seien mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Auf Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten sollten anfällige Frauen dagegen zumindest in der zweiten Zyklushälfte verzichten.

"Etwa zwei Drittel aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden regelmäßig oder vereinzelt unter dem Prämenstruellen Syndrom", berichtet der Mainzer Gynäkologe Werner Harlfinger. Viele von ihnen seien gleichzeitig von mehreren Symptomen betroffen. Zu den häufigsten und regelmäßig in den zwei Wochen vor der Regelblutung auftretenden Beschwerden zählten Stimmungsschwankungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Rücken- und Kopfschmerzen, Heißhunger oder Appetitlosigkeit sowie Hautunreinheiten und Wassereinlagerungen im Gewebe.

Als Auslöser der PMS wird der wachsende Östrogenüberschuss vor Einsetzen der Periode vermutet. Wie aber das Syndrom entsteht und durch welche Faktoren es beeinflusst wird, steht nach Angaben der Frauenärzte bislang nicht genau fest. Eine Theorie besage, dass ein Ungleichgewicht der beiden weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron für die Beschwerden verantwortlich sei, während nach einer anderen Theorie veränderte Reaktionen des Körpers auf normale Hormonspiegel schuld seien.

"Es scheint aber sicher, dass auch die Einstellung der Frau zu ihrem Körper, ihrer Fraulichkeit und der Menstruation einen Einfluss auf die Entstehung des Syndroms hat", betont Harlfinger. So werde das Syndrom auch durch seelische Konflikte gefördert. Bekomme eine Frau die Beschwerden überhaupt nicht in den Griff, solle sie unbedingt ihren Frauenarzt aufsuchen. "Manchmal reicht schon die Einnahme einer Pille zur Empfängnisverhütung, um das PMS loszuwerden", sagt der Gynäkologe.

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