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Von: Arnd Festerling

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Arnd Festerling leitet die Sportredaktion der Frankfurter Rundschau.
Arnd Festerling leitet die Sportredaktion der Frankfurter Rundschau. © FR

Man kennt das ja: Regnet es, dann wollte man gerade die Wäsche raushängen, scheint die Sonne, dann verdorrt alles und es ist überhaupt zu heiß draußen. So wie im echten Leben geht es auch im Fußball zu. Von Arndt Festerling

Man kennt das ja: Regnet es, dann wollte man gerade die Wäsche raushängen, scheint die Sonne, dann verdorrt alles und es ist überhaupt zu heiß draußen. So wie im echten Leben geht es auch im Fußball zu. Erst wollen alle Vereine unbedingt international spielen, tun sie das, dann ist der Spielplan zu eng und die Regeneration zu kurz und die DFL an jeder Niederlage schuld. Sowieso.

Nun ist dies mit sechs Bundesligisten im Uefa-Cup aber auch wirklich ein Problem, denn der wird donnerstags ausgespielt und also können sie nicht tags darauf in der Bundesliga spielen. Samstags eigentlich auch nicht. Da aber wiederum dienstags Champions League gespielt wird, können Werder oder Bayern an den jeweiligen Sonntagen davor nicht antreten. Oje, oje. Und der Fernsehvertrag gestattet zwar drei Sonntagspiele, verlangt aber einen Ausgleich an einem anderen Sonntag, an dem dann nur ein Spiel ist. Weswegen die DFL so selten wie irgend möglich am Sonntag dreimal spielen lassen will.

Länderspiele lassen das Problem noch weiter wachsen. Natürlich wollen alle Mannschaften Nationalspieler beschäftigen, die sind in der Regel halt auch besser. Ärgerlich wird es indes, wenn diese dann auch nationalspielen und dafür auf mehr oder minder lange Reisen gehen. Und vollends ärgerlich, wenn die DFL in ihrer Spielplanung darauf keine Rücksicht nimmt - wie gerade erst vom Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel beklagt.

Insofern können wir einen klaren Wettbewerbsvorteil für Teams ohne Nationalspieler und internationale Qualifikation feststellen. Ob deswegen aber die Bundesligisten ihre Ziele neu formulieren? Wohl kaum. Stattdessen wird ordentlich gejammert und weiter mit Macht ins internationale Geschäft gedrängt.

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