Auf dem Weg zum Titel? Rokas Giedraitis (links) von Alba Berlin. dpa
+
Auf dem Weg zum Titel? Rokas Giedraitis (links) von Alba Berlin. 

Basketball

Alle schauen auf Alba Berlin

Erstmals seit 2009 kommt der Basketball-Meister nicht aus München oder Bamberg.

Niels Giffey nahm die Favoritenrolle mit einem Lächeln an. „Ja, gerne“, sagte der Kapitän von Alba Berlin nach dem ungefährdeten Einzug ins Halbfinale des BBL-Geisterturniers. Der in München noch ungeschlagene Pokalsieger rollt bei seiner „Mission Double“ anscheinend unaufhaltsam Richtung ersten Meistertitel seit 2008, Titelverteidiger und Gastgeber Bayern München muss dagegen das unerwartete Viertelfinal-Aus beim „Finalturnier dahoam“ und somit das jähe Ende einer enttäuschenden Saison verdauen.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß verließ den leeren Dome nach dem K.o. gegen die Riesen Ludwigsburg mit mächtig Wut im Bauch. Statt wie bei den Fußballern den nächsten Titel zu bejubeln, gilt es für den Meister von 2018 und 2019 nun unangenehme Fragen zu beantworten.

Etwa: Muss der Kader umgebaut werden? Oder: Bleibt Oliver Kostic weiter Headcoach? Eine Trainerdiskussion wollte Geschäftsführer Marko Pesic so kurz nach der Blamage aber nicht aufkommen lassen. „Das wäre respektlos“, sagte er.

Ganz anders ist die Situation bei Alba. Die Hauptstädter sind nach sechs Spielen beim Quarantäne-Turnier noch immer makellos, vier erfolgreiche Partien fehlen zur endgültigen Wachablöse. Erstmals seit 2009 – als die Baskets Oldenburg den Titel bejubelten – wird der Meister nicht Bamberg oder Bayern München heißen.

Giffey sah beim neuen Topfavoriten allerdings noch Verbesserungspotenzial: „Wir müssen die Spiele besser finishen. Das haben wir in beiden Spielen nicht hinbekommen“, sagte der Nationalspieler. In den Viertelfinal-Duellen gegen die BG Göttingen hatte die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses bereits einen Vorsprung von 46 bzw. 27 Punkten, am Ende waren es aber nur mehr 25 bzw. drei Zähler.

Im Kampf um den Finaleinzug treffen die Berliner in der Neuauflage des Pokalfinales sowie des Vorjahres-Halbfinales auf Oldenburg. „Wir wissen, wie wir spielen müssen, um sie zu besiegen“, sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic. In den vergangenen zwei Playoff-Serien hatte Alba aber das bessere Ende für sich, auch das Pokalfinale gewannen die Berliner deutlich 89:67. (sid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare