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Radrennen Eschborn-Frankfurt unter Corona-Bedingungen – Alle Fakten zum Klassiker

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Von: Harald Joisten

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Gibt seine Abschiedsvorstellung: Andre Greipel.
Gibt seine Abschiedsvorstellung: Andre Greipel. © David Stockman/dpa

Die Veranstalter des traditionellen Fahrradrennens Eschborn-Frankfurt bitten darum, das 60. Rennen möglichst nicht an der Strecke zu verfolgen.

Frankfurt – Zweieinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Immer wieder sah es in der Zeit seit Beginn der Corona-Pandemie aus, als könne der Radklassiker Eschborn-Frankfurt stattfinden. Alles wurde geplant, Hygienekonzepte erstellt, durchorganisiert. Doch die Räder standen am 1. Mai 2020 und 1. Mai 2021 still. Nun kehrt Deutschlands Traditionsrennen am Sonntag (19.09.2021) zurück, statt traditionell am 1. Mai ausnahmsweise eben mal im Herbst.

Doch die 60. Auflage am Sonntag wird sich wohl nicht ganz wie zu besten Zeiten anfühlen. Weil noch immer Corona-Hygienevorschriften zu beachten sind, müssen die Veranstalter notgedrungen einige Einschränkungen durchsetzen: Statt um möglichst viele Zuschauer zu buhlen, bitten sie nun die Menschen, möglichst nicht an die Strecke zu kommen. Die Sorge ist groß, dass an beliebten Publikums-Passagen wie dem Mammolshainer Berg zu viele Radfans eng beieinander stehen könnten. Dort kann schließlich nicht die 3G-Regel angewendet werden wie etwa in einem Fußballstadion.

Radrennen Eschborn-Frankfurt: Beim Start sind wegen Corona keine Zuschauer zugelassen

Und so wird die Rekordzahl von rund 500 Streckenposten entlang der Strecke in Frankfurt und im Taunus im Einsatz sein. Sie sollen aufpassen und Zuschauer in dicht gedrängteren Bereichen bitten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen und Abstand zu halten. Beim Start in Eschborn (13.15 Uhr) sind gar keine Zuschauer zugelassen. Im Zielbereich an der Alten Oper in Frankfurt immerhin 800 in speziellen Bereichen. Stattdessen betonen die Veranstalter, man könne sich das Rennen auch ab 13.15 Uhr vom heimischen Sofa aus im HR-Fernsehen anschauen.

Zu sehen gibt es dort ein herausragend besetztes Profirennen – was auch durch die Verschiebung auf den ungewohnten späten 19. September möglich wurde. Der Radsport-Weltverband (UCI) erteilte Eschborn-Frankfurt eine bisher einmalige Sondererlaubnis für diesen Termin. Eigentlich hätte an diesem Sonntag kein World-Tour-Rennen stattfinden dürfen, weil gleichzeitig in Belgien die Weltmeisterschaften beginnen – mit dem Einzelzeitfahren der Männer. Die UCI drückte beide Augen zu.

Kurs beim Radrennen Eschborn-Frankfurt: 3222 Höhenmeter, 187,5 Kilometer Länge

Unter den 20 Teams (maximal mit jeweils sieben Fahrern) im Peloton befinden sich 13 Mannschaften aus der World-Tour: AG2R, Cofidis, Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux, Bahrain Victorious, Bora-hansgrohe, Lotto-Soudal, Movistar, Bike Exchange, Jumbo Visma, Trek-Segafredo, UAE Emirates, DSM und Israel Start-Up Nation. Der 187,5 Kilometer lange Kurs ist im Vergleich zur WM-Strecke etwas kürzer, dafür mit 3222 Höhenmetern bespickt.

Schon am Vormittag beginnt das Programm in Frankfurt. Auf einem abgesperrten Kurs fahren ab 11.40 Uhr die Nachwuchsklassen U 11, U 13, U 15 und U 17 rund um die Alte Oper. Auf dem Opernplatz können Kinder einen Fahrrad-Parcours bewältigen. Um 16.40 werden die kleinsten der Kleinen (zwei bis fünf Jahre) auf Laufrädern über die Zielgeraden brausen – wenig später treffen dort die Profis ein und absolvieren noch zwei Mainrunden (Zieleinlauf gegen 18 Uhr erwartet). Die meisten Teilnehmer stellt wieder die Velotour. Rund 6000 Hobbyfahrer starten in Eschborn zeitversetzt in Gruppen – getestet nach der 3G-Regel. Angeboten werden zwei statt sonst drei Streckenlängen. (Harald Joisten)

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