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Mit einer Nadel akkupunktiert die Ärztin Evemarie Wolkenstein die Schulter von Schwimm-As Thomas Rupprath in Hamburg auf einer Pressekonferenz anlässlich der Gründung "Stiftung Akkupunktur".
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Mit einer Nadel akkupunktiert die Ärztin Evemarie Wolkenstein die Schulter von Schwimm-As Thomas Rupprath in Hamburg auf einer Pressekonferenz anlässlich der Gründung "Stiftung Akkupunktur".

Akupunktur beruht nicht nur auf Placebo-Effekt

Britische Forscher weisen Wirkung im Gehirn nach

Dallas (ap). Die Wirkung von Akupunktur beruht offenbar nicht nur auf einem Placebo-Effekt. Britische Forscher haben entdeckt, dass die Nadelkur eine nachweisbare Wirkung auf das Gehirn ausübt. Behandelten sie Menschen dagegen mit falschen Nadeln, so genannten Trick-Nadeln, trat dieser Effekt nicht auf.

Die Wissenschaftler der Universität Southampton behandelten 14 Patienten mit Arthritis sowohl mit echten Akupunktur-Nadeln als auch mit Trick-Nadeln, die, ohne dass die Betroffenen es bemerken, die Haut nicht durchdringen. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie stellten die Forscher zwar fest, dass bestimmte Gehirnareale der Patienten bei beiden Nadelarten körpereigene Opiate entließen.

Die echte Akupunktur steigerte aber zudem die Aktivität einer Insel genannten Hirnregion, die zur Großhirnrinde zählt. "Wir haben gezeigt, dass Akupunktur teilweise durch die Erwartungshaltung beeinflusst wird, wahrscheinlich aber auch durch einen echten Behandlungseffekt", sagte Untersuchungsleiter George Lewith dem Magazin "Nature".

Die Funktionsweise der aus der chinesischen Medizin stammenden Akupunktur ist bislang nicht geklärt. Erst kürzlich ergaben große deutsche Untersuchungen, dass die Behandlung auch dann wirkt, wenn die Nadeln nicht auf die klassischen Akupunktur-Punkte gesetzt werden. Manche Forscher hatten daraus geschlossen, dass die Heilwirkung lediglich auf einem großen Placebo-Effekt beruht. Die britische Untersuchung weist dagegen darauf hin, dass das Nadeln an sich eine therapeutische Wirkung haben kann.

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