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Zwei Last-Minute-Helden von ManCity: Sergio Agüero (re) feiert mit Edin Dzeko.

Manchester City

Agüero und Dzeko lassen ManCity jubeln

Dank zweier Last-Minute-Tore von Sergio Agüero und Edin Dzeko rettet ManCity in einem verrückten Finale die Meisterschaft in der Premier League. Der geschlagene Rivale von ManUnited trauert: „Grausam, den Titel so zu verlieren“, sagt Rio Ferdinand.

Dank zweier Last-Minute-Tore von Sergio Agüero und Edin Dzeko rettet ManCity in einem verrückten Finale die Meisterschaft in der Premier League. Der geschlagene Rivale von ManUnited trauert: „Grausam, den Titel so zu verlieren“, sagt Rio Ferdinand.

Rockmusiker und City-Edelfan Liam Gallagher feierte mit einer Champagner-Fontäne in der VIP-Loge. Zahlreiche Anhänger von ManCity weinten vor Freude, Coach Roberto Mancini und sein Trainerteam tanzten wie in Ekstase an der Seitenlinie. Der späte 3:2 (1:0)-Erfolg über die Queens Park Rangers und der Gewinn der ersten englischen Fußball-Meisterschaft seit 1968 ließen am Sonntagabend bei ManCity alle Dämme brechen.

Die Sieger und die britischen Medien suchten nach neuen Begrifflichkeiten für das Erlebte. „Es war absolut bizarr und ich kann es kaum in Worte fassen“, so ManCity-Assistenztrainer David Platt bei Radio BBC 5 live. „Wir haben über zwanzig Minuten lang in den Abgrund gestarrt.“

"Eine Explosion der Freude"

BBC-Chefkommentator Phil McNulty schrieb: „Das Etihad Stadium war eine Explosion der Freude und der Frust aus 44 Jahren ohne Meistertitel schoss nur so aus den Menschen heraus.“

„Der verrückteste Tag überhaupt, nach 90 Minuten war Citys Titeltraum tot“, bilanzierte der Daily Mail. „Citys blauer Mond scheint Gold“, schrieb der Guardian nicht ohne Pathos. Für Citys Kapitän, den Ex-Hamburger Vincent Kompany, war der Last-Minute-Erfolg fast zu spannend. „Einer der glücklichsten Momente in meinem Leben, aber bitte nicht noch einmal so eine Dramatik“, erklärte der Belgier, der die Premier-League-Trophäe aus der Hand der City-Meisterspieler von 1968 um Joe Corrigan erhielt.

Agüero wird zum Matchwinner für ManCity

Altmeister Corrigan würdigte auch die Klubbesitzer aus Abu Dhabi: „Die Kritik an City ist unberechtigt, man muss dem Engagement der Klubeigentümer Beifall zollen.“

Seit 2008 hatten die Verantwortlichen um Scheich Mansour bin Zayed al Nahyan Unsummen in den einstigen Arbeiterklub aus dem Osten Manchesters investiert. Mit dem Gewinn des englischen Fußball-Pokals 2011 und der Meisterschaft 2012 wurde dieser Milliarden-Einsatz gerechtfertigt. Zum Matchwinner avancierte der namhafteste Neuzugang dieser Saison, Sergio Agüero.

Der Schwiegersohn von Diego Maradona bescherte City mit seinem 30. Saisontor den Titel. Das Fernduell zwischen den „Sky Blues“ und dem beim AFC Sunderland gastierenden Stadtrivalen ManUnited sorgte für atemlose Spannung. Abstiegskandidat Queens Park drehte die Partie bei Manchester City nach der 1:0-Pausenführung durch Pablo Zabaleta durch Tore von Dijbril Cissé und Jamie Mackie trotz der Roten Karte für Skandalprofi Joey Barton.

Der Traum von ManUnited zerplatzt

Beim Abpfiff im Stadium of Light in Sunderland war ManUnited nach dem 1:0-Erfolg durch ein Tor von Wayne Rooney (20.) für exakt eine Minute englischer Meister.

Erst zwei Treffer in der Nachspielzeit durch den ehemaligen Wolfsburger Edin Dzeko und Agüero ließen den Traum der auf den Schlusspfiff in Manchester wartenden „Red Devils“ vom 20. Titel noch platzen. „Grausam, den Titel so zu verlieren“, sagte United-Abwehrchef Rio Ferdinand der Nachrichtenagentur dapd. "Wir sind am Boden zerstört, werden aber nächste Saison wieder angreifen."

Mit ManCity gewann erstmals seit 1989 wieder ein Team durch die bessere besseren Tordifferenz die Meisterschaft. Manchester United erreichte mit 89 Zählern die höchste Punktzahl eines Vizemeisters in der Premier League. Mancini widmete den ersten Titelgewinn den Fans von ManCity. “Sie haben diese Meisterschaft verdient„, jubelte der Italiener. “Eine verrückte Saison mit unfassbarem Finish, aber wir haben die Geschichte dieses Klubs geändert. (dapd)

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