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Gold im Marathon: Lelisa Desisa aus Äthiopien.

Doha

Äthiopier Desisa gewinnt Marathon-Gold

Lelisa Desisa aus Äthiopien hat bei der WM in Doha Gold im Marathon gewonnen.

Der 29-Jährige, bereits 2013 WM-Zweiter, setzte sich in 2:10:40 Stunden vor seinem Landsmann Mosinet Geremew (2:10:44) und dem Kenianer Amos Kipruto (2:10:51) durch. Erstmals seit 2001 holte damit wieder ein Äthiopier den Titel. "Es war heiß, aber ich war perfekt vorbereitet", sagte Desisa: "Ich bin sehr müde, aber nach Silber in Moskau habe ich mir diesmal meine Kräfte besser eingeteilt."

Vierter wurde wie vor zwei Jahren der Brite Callum Hawkins (2:10:57), Titelverteidiger Geoffrey Kirui (Kenia) kam in 2:13:54 auf Platz 14. Deutsche Läufer waren in Doha nicht am Start.

Ebenso fehlten die beiden schnellsten Läufer des Jahres. Olympiasieger und Weltrekordler Eliud Kipchoge (Kenia) greift Mitte Oktober in Wien ein zweites Mal die Zwei-Stunden-Marke an. Der Äthiopier Kenenisa Bekele war am vergangenen Wochenende beim Berlin-Marathon gestartet und hatte den Weltrekord in 2:01:41 nur um zwei Sekunden verpasst.

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Das WM-Rennen war lange vom mutigen Ausreißversuch des Außenseiters Derlys Ayala aus Paraguay geprägt. Der 29-Jährige, der erst vor zwei Wochen in Buenos Aires seine Bestzeit auf 2:10:27 Stunden verbessert hatte, setzte sich gleich nach dem Start vom Feld ab und führte zwischenzeitlich mit mehr als einer Minute Vorsprung.

Als die favorisierten afrikanischen Läufer dann allerdings ernst machten, schmolz der Vorsprung innerhalb kurzer Zeit. Kurz vor der Hälfte des Rennens wurde er dann gestellt, wenig später stieg Ayala dann aus.

Anschließend formierte sich eine mehrköpfige Spitzengruppe. Zwischenzeitlich konnte Hawkins den Anschluss nach einer Aufholjagd herstellen, musste aber auf dem letzten Kilometer den Konkurrenten den Vortritt lassen.

Beim Marathon der Frauen am vergangenen Wochenende hatten reihenweise Läuferinnen aufgeben müssen, lediglich 40 von 68 Starterinnen kamen ins Ziel. Bei den Männern herrschten allerdings mit Temperaturen von knapp unter 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von unter 50 Prozent bessere Bedingungen. (sid)

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