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Hannover-Fan, bereit für die Reise in die Ukraine.
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Hannover-Fan, bereit für die Reise in die Ukraine.

Europa League: Schalke und H96

Abenteuerreise für Hannover 96

Ein eigener Lotse, Milchreis und Paniermehl begleiten Hannover 96 auf dem Europa-League-Trip in die Ukraine. Schalke hat es vor dem Heimspiel gegen Haifa leichter. Dennoch ist der Stress für Stevens hoch.

Ein eigener Lotse, Milchreis und Paniermehl begleiten Hannover 96 auf dem Europa-League-Trip in die Ukraine. Schalke hat es vor dem Heimspiel gegen Haifa leichter. Dennoch ist der Stress für Stevens hoch.

Einen kurzen Blick auf die Landkarte musste Jörg Schmadtke dann doch werfen. „Mir war bekannt, dass Worskla Poltawa in der Ukraine spielt“, sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, „aber wo sich die Stadt genau befindet, wusste ich nicht.“

Der Flug zum zweiten Gruppenspiel der Europa League am Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel 1) ist ein Trip ins Unbekannte ? für den Manager wie für die Mannschaft, sportlich wie auch geografisch. „Es ist keine alltägliche Reise“, sagte Schmadtke.

Das kann auch Christoph Rau bestätigen. Noch bevor sich der 96-Tross am Mittwoch ins 340 Kilometer südöstlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew gelegene Poltawa begab, hatte der 46-Jährige im Hotel Palazzo sein Quartier aufgeschlagen. Mit Milchreis und Paniermehl im Gepäck.

Rau ist Koch und bewirtet seine Gäste sonst im noblen La Cocina an Hannovers Königstraße. Jetzt soll er dafür sorgen, dass es den 96-Profis auch weit weg von der Heimat entfernt an nichts fehlt. „Wir gehen da lieber auf Nummer sicher“, sagt Hannovers Trainer Mirko Slomka.

„Alles Neuland“

Apropos Sicherheit: Beim Zwischenstopp in Charkow stieg ein landeskundiger Navigator ins Flugzeug mit dem 96-Team ? der Lotse sollte die problemlose Landung auf Poltawas Militärflughafen gewährleisten. „Das ist schon alles etwas anders“, sagte Schmadtke. Am Donnerstag muss auch auf dem Platz mit zahlreichen Unwägbarkeiten gerechnet werden. „Wir kennen den Gegner nicht, der uns aber auch nicht“, sagte Stürmer Jan Schlaudraff: „Für uns ist das alles Neuland.“

Um die größten Wissenslücken zu schließen, stattete Slomka seine Spieler vor dem Abflug noch mit DVDs über Worskla aus. „Poltawa ist eine sehr robuste Mannschaft, die aber auch spielerisch durchaus Struktur hat. Wir sind gut vorbereitet“, sagte Schmadtke, dem vor allem Poltawas Weg in die Gruppenphase als Warnung gilt. In den Playoffs schaltete der Außenseiter immerhin den 18-maligen rumänischen Meister Dinamo Bukarest aus.

„Natürlich sind die Reise und das Spiel für uns auch ein Abenteuer“, sagte Mittelfeldspieler Sergio Pinto: „Aber für uns wird es vor allem Zeit, dass wir mal wieder ein Auswärtsspiel gewinnen.“ Für das angestrebte Weiterkommen in der Europa League wäre ein Erfolg in Poltawa wichtig. Zum Auftakt war Slomkas Mannschaft Mitte September nicht über ein 0:0 gegen den belgischen Vizemeister Standard Lüttich hinausgekommen.

„Ich sehe uns dennoch überhaupt nicht unter Zugzwang. Für uns ist schon die Teilnahme am Europapokal etwas Besonderes“, sagte Schmadtke und stellt eine Rechnung für den Einzug in die nächste Runde auf: „Wahrscheinlich braucht man zehn Punkte, um weiterzukommen. Da haben wir noch alle Möglichkeiten.“ Zum Start der Gruppenphase unterlag Worskla dem FC Kopenhagen zwar nur durch ein Elfmetertor 0:1, einen eigenen Torschuss brachte man aber in den ganzen 90 Minuten nicht zustande.

Stevens im Stress

Huub Stevens, der neue Trainer des FC Schalke 04, hat zwischen seiner Begrüßungsrede und dem Ernstfall Europa League nur 58 Stunden Zeit. Er hätte sein Comeback gerne ein wenig später gehabt ? so muss sich Stevens unter Hochdruck auf das Spiel gegen Maccabi Haifa am Donnerstag (19.00 Uhr Kabel 1) vorbereiten. Und der Rückkehrer geht mit Feuereifer an die Arbeit, nicht nur, weil ein Sieg gegen den Außenseiter aus Israel Pflicht ist. „Am Dienstag haben wir begonnen, Gespräche mit den Spielern zu führen. Ich schaue mir Videos von Haifa an, und dann werden wir weiter sprechen, wie wir die Mannschaft zusammenstellen“, sagte Stevens, der 3428 Tage nach seinem triumphalen Abschied mit dem Pokalsieg 2002 wieder als Trainer für Schalke am Spielfeldrand sitzen wird.

Bis dahin ist er alles andere als sorgenfrei. Am Dienstagmorgen bei Stevens’ erster Trainingseinheit verabschiedeten sich Raùl (Schmerzen im linken Knöchel) und Atsuto Uchida (Zerrung) vorzeitig in die Kabine. Der leicht angeschlagene Christian Fuchs hatte vorsorglich ebenso wenig an der Einheit teilgenommen wie Torwart Ralf Fährmann, der unter Magen-Darm-Problemen litt. (dapd, sid)

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