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So reicht es nicht für die Skyliners

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Von: Timur Tinç

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Spielte ordentlich, wird aber auch nicht der Heilsbringer sein: Skyliners-Neuzugang Marcus Lewis.
Spielte ordentlich, wird aber auch nicht der Heilsbringer sein: Skyliners-Neuzugang Marcus Lewis. © IMAGO/Kessler-Sportfotografie

Frankfurter Basketballer nach 82:97 gegen Ulm weiterhin Tabellenletzter.

Einzig die Trommlerinnen und Trommler im Fanblock der Frankfurt Skyliners setzten ein kleines Zeichen. Mitte des vierten Viertels stellten sie das Trommeln ein und ließen die letzten Minute der nächsten Niederlage ihres Teams über sich ergehen. Mit der Schlusssirene verließ die große Mehrzahl der 4400 Fans am Sonntag still und leise die Ballsporthalle. Kein Pfeifen, kein Applaus, nichts. Es sollte so viel anders werden in dieser Saison, die man nur dank einer Wildcard weiter in der Basketball-Bundesliga (BBL) bestreiten darf. Nach der 82:97 (42:45)-Niederlage gegen Ulm, einer Bilanz von 2:14-Punkten und Tabellenplatz 18 sind die Allermeisten, die es mit den Hessen halten einfach nur desillusioniert.

Für die Skyliners reicht es mit diesem Kader aktuell nicht. „Wir müssen mit der Truppe das System finden, mit der wir Spiele gewinnen“, sagte Geschäftsführer Yannick Binas. Marco Völler, Manager Sport, wurde etwas deutlicher: „Den Kopf in Sand stecken, das passiert schon mal nicht. Wir müssen weitermachen. Und wir müssen uns aus meiner Sicht verstärken. Und das sollte möglichst bald passieren.“

Die erste Entscheidung wird beim derzeit verletzten Center und Topscorer Martinas Geben entweder an diesem Montag oder am Dienstag fallen. Sein Zweimonatsvertrag ist ausgelaufen. „Eine Verstärkung wäre er natürlich, aber eben nicht zu allen Konditionen“, sagte Völler. Es werde noch weitere Gespräche geben.

Die Frage ist aber: Was passiert kurzfristig? Sowohl Geben, wenn er denn bliebe, als auch Einaras Tubutis und Youngster Alexander Richardson fallen mit Sprunggelenksverletzungen noch mindestens drei Wochen aus und werden beim nächsten Spiel in Würzburg (9. Dezember) nicht zur Verfügung stehen. „Der Fokus“, so Binas, liege derzeit darauf, Lorenz Brenneke wieder fit zu bekommen, der sich seit mehreren Wochen mit Adduktorenproblemen herumplagt. Der Ex-Nationalspieler Robin Benzing ist dagegen keine Option, „er würde auch nicht in unser Profil passen“, sagte Binas.

„Unglaublich frustrierend“

Für Trainer Geert Hammink ist die Situation „unglaublich frustrierend. Von den sechs Großen sind vier verletzt“, konstatierte der Niederländer. Das Team laufe die Spielzüge, die Spieler bekämen die Würfe, „aber es fehlt einiges.“ Das fängt im Training an, wo gar Völler in den vergangenen Wochen ab und an mit den Profis mittrainieren musste, weil die Personalnot so groß war. „Die Spieler, die da sind arbeiten ohne Ende“, betonte Hammink. Auch gegen Ulm hätten die Spieler 30 Minuten lang gut gekämpft. Der Genickbruch war schließlich das dritte Viertel, das 12:31 verloren ging. Bester Werfer und Spieler aufseiten der Skyliners war am Ende Lukas Wank mit 18 Punkten und zehn Assists.

Wenig überraschend mit nur zwei etatmäßigen großen Spielern ging das Rebound-Duell mit 37:27 klar an die Gäste. Besonders auffällig ebenfalls, dass bei den Skyliners niemand imstande ist, zum Korb zu gehen und Fouls zu ziehen. Am Ende warfen die Skyliners sieben Freiwürfe, die Ulmer 20. Bis zum Schlussviertel war Neuzugang Marcus Lewis der einzige Profi, der an die Linie gegangen ist. Er kam auf acht Zähler.

Der große Heilsbringer wird der 30-Jährige aber auch nicht sein. Da muss sich personell noch einiges tun, damit die Skyliners die Klasse halten können. „Am Geld alleine wird es nicht scheitern“, sagte Binas in Hinblick auf mehr Qualität im Kader und neue Sponsorenverträge. „Wenn wir der Meinung sind, wir können was machen und es hilft uns, dann werden wir es tun.“

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