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Skyliners wachen zu spät auf

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Von: Timur Tinç

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Zu viele Körbe bekommen. Foto: Imago images
Zu viele Körbe bekommen. © imago images/Kessler-Sportfotografie

Der hessischer Bundesligist verliert gegen Oldenburg seine dritte Partie in Folge und bleibt im Keller.

Nervös? Nein, sagte Lukas Wank, im Team sei niemand nervös. Der Nationalspieler der Frankfurt Skyliners saß nach der 103:110-Niederlage gegen Oldenburg auf einem Handtuch auf dem Parkett. Der 25-jährige wollte etwas runterkommen nach diesem wilden Ritt am Mittwochabend. Der hessische Basketball-Bundesligist hatte es verpasst, sich im direkten Duell mit dem Tabellen-18, abzusetzen. In der Schlussphase hatte Will Cherry beim Stand von 103:108 gleich zwei Mal die Chance, mit einem Dreier die Partie noch einmal richtig spannend zu machen. Doch der Spielmacher setzte beide Versuche vor 811 Fans daneben.

„Wir haben nie aufgegeben, haben es aber auch nie geschafft, unter zehn Punkte zu kommen“, analysierte Wank, der auf 16 Zähler kam. Erst in den letzten beiden Minuten konnten die Gastgeber auf fünf, sechs Punkte verkürzen. „Wir haben das Spiel erst ab dem dritten Viertel verstanden“, sagte Cheftrainer Diego Ocampo. Damit meinte er die Leistung in der Defensive. 31 zugelassene Punkte im ersten Viertel. 30 im zweiten, 50:61 zur Pause. So kann man kein Spiel gewinnen.

Dabei hätte den Skyliners klar sein müssen, wie die Gäste unter Ingo Freyer agieren. Der Oldenburger Trainer, der seit zwei Wochen im Amt ist, hat dem Team gleich seinen Stempel mit Tempo-Basketball aufgedrückt. Das letzte Mal, dass in Frankfurt so viele Punkte fielen war am 16. Dezember 2012 beim 102:107 gegen Hagen. Trainer in Hagen: Ingo Freyer.

Oldenburgs Guard Max Heidegger konnte machen, was er wollte, erzielte 27 Punkte und verteilte elf Assists. Durch die schlechte Frankfurter Verteidigung, vor allem beim Umschalten von Offensive auf Defensive, kamen die Gäste auf eine sagenhafte Wurfquote von 58 Prozent.

Die Skyliners kämpften sich zwar wieder ins Spiel, „aber wir haben immer in den entscheidenden Momenten Ballverluste gehabt“, sagte Ocampo. 16 waren es insgesamt, während Oldenburg nur neun unterliefen. Ocampo musste in der Schlussphase auf Brancou Badio verzichten, der mit dem Kopf übel auf das Parkett gestürzt war. Zudem spielten Cherry (19 Punkte) und Rasheed Moore (acht) mit Rückenproblemen.

„Wir müssen ruhig bleiben und besser werden“, sagte Ocampo angesichts der Tabellensituation und der kommenden Gegner: FC Bayern und Alba Berlin. Da die Bayern allerdings am gestrigen Mittwoch ihre Euroleague-Partie wegen positiver Corona-Fälle absagen mussten, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Partie gegen die Skyliners ebenfalls ausfällt.

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