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Skyliners suchen Verstärkung

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Von: Timur Tinç

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Martinas Geben kann die Krise der Skyliners momentan auch nicht meistern. Foto: Imago images
Martinas Geben kann die Krise der Skyliners momentan auch nicht meistern. Foto: Imago images © Imago/Eibner

Die Frankfurter Basketballer wollen nach dem schwachen Saisonstart personell nachverpflichten, auch weil sie drängende Verletzungssorgen haben.

An diesem Montag wird Skyliners-Cheftrainer Geert Hammink Klarheit haben. Flügelspieler Lorenz Brenneke wird erneut untersucht, da wird sich entscheiden, ob der 22 Jahre alte 2,06-Meter-Mann wieder ins Training einsteigen kann. Oder mit Adduktorenproblemen länger ausfällt. Sollte dies der Fall sein, müsste der Frankfurter Basketball-Bundesligist auf dieser Position eine Nachverpflichtung anstreben, da Starter Einaras Tubutis mit einer Innenbandzerrung im Knie zwischen sechs und acht Wochen ausfallen wird. „Wir haben eine Kombination von Verletzungen, die nicht einfach ist“, sagt Hammink. Nicht einfach ist auch die sportliche Situation der Hessen. Mit 2:10 Punkten stehen sie auf Tabellenplatz 17 genauso schlecht da, wie vor einem Jahr als sie am Ende sportlich abgestiegen sind.

Das Problem der Offensive

Die Skyliners befinden sich derzeit in einem „Puzzle“, wie es Marco Völler, Manager Sport beschreibt. Sie wollen mit Center Martinas Geben verlängern, dessen Zweimonats-Vertrag nach der kommenden Partie an diesem Samstag in Bamberg ausläuft. Der 28-jährige Litauer ist mit 14,3 Punkten Topscorer. Sollte der 2,07-Meter-Hüne sich gegen die Skyliners entscheiden, würde eine weitere Lücke klaffen, die sie schließen müssten.

Offensichtlichen Handlungsbedarf gibt es auf der Position des kleinen Flügelspielers beziehungsweise Shooting Guards. In den engen Partien, die gegen die direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt verloren gingen, fehlte ein Akteur, der das Spiel an sich reißen kann und offensiv für Entlastung sorgte. Von Ex-Kapitän Quantez Robertson und dem aktuellen Kapitän Lukas Wank kommt viel zu wenig. Und weil sie nicht die besten Dribbler sind und zu wenig in die Zone ziehen, schaffen sie keine Freiräume für ihre Mitspieler. Ob ein Neuer bereits zum Bamberg-Spiel kommt, ist offen. „Wir wollen niemanden holen, nur um jemanden zu holen“, betont Völler. Es muss passen. Zumal die Skyliners wie alle anderen BBL-Klubs nur vier Lizenzen für Nachverpflichtungen haben. Jedes Missverständnis, das dann vorzeitig beendet werden muss, würde doppelt weh tun. Der ehemalige Frankfurter Matt Mobley, der in Ulm vorzeitig seinen Vertrag aufgelöst hat, wird es definitiv nicht. Er will nicht zu den Skyliners, teilte Hammink mit.

Trotzdem dürfen die Skyliners nicht zu viel Zeit ins Land ziehen lassen. Der einstige Dauermeister und nächste Gegner Bamberg steht aktuell auf dem letzten Tabellenplatz und ist damit ein direkter Konkurrent. Jeder Sieg zählt, um sich nach unten Luft zu schaffen. „Wir verteidigen nicht schlecht“, findet Hammink. In den erweiterten Statistiken finden sich die Hessen tatsächlich als eines der Top-Fünf-Teams wieder. Das große Problem – wie in den vergangenen Jahren auch – ist die Offensive. Die Skyliners erzielen nur 75,7 Punkte im Schnitt – die zweitwenigsten in der BBL.

Kaum Training möglich

Ab Montag beginnt dann die Vorbereitung auf die Partie. Hammink hat dem Team vergangene Woche vier Tage Urlaub gegeben, um den Kopf frei zu bekommen. Aber auch, um Wehwehchen auszukurieren. Und ein geregeltes Training war aufgrund der Verletzten und der zwei nachnominierten Nationalspieler Lukas Wank und Joshua Obiesie ohnehin nicht möglich. Die beiden werden aber frühestens am Dienstagabend in Frankfurt zurück erwartet, da die Basketball-Nationalmannschaft am Montagabend in Slowenien spielt. Richtiges Teamtraining mit allen gesunden Akteuren ist dann erst wieder ab Mittwoch möglich.

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